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Lehrerinnen und Lehrer müssen schneller geimpft werden

  • Zuerst Kindern und Jugendlichen die Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen ist richtig.
  • Dass die Impfverordnung immer noch nicht zugunsten von Lehrerinnen und Lehrern geändert ist, macht fassungslos.
  • In vollen Klassenräumen ist ihr Risiko der Ansteckung groß, kommentiert Eva Quadbeck.
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Berlin. In dem sehr schmalen Korridor, in dem zurzeit Öffnungsschritte möglich sind, müssen Schulen und Kitas zuerst an die Reihe kommen. Diese Priorität ist zum Glück Konsens in Politik und Gesellschaft. Genau genommen hat sich die Erkenntnis, dass Schulen und Kitas bei Öffnungsschritten bevorzugt behandelt werden sollten, seit dem Sommer 2020 durchgesetzt.

Umso fassungsloser macht es einen nun, dass es immer noch keine Lösung gibt, wie das pädagogische Personal geschützt werden kann. Es lässt sich vertreten, trotz der zirkulierenden Mutationen die Schulen zumindest für die jüngeren Kinder wieder in Präsenzbetrieb zu nehmen – immer mit der Option, sie auch rasch wieder zu schließen, wenn es zu Corona-Ausbrüchen kommt.

Aber einen solchen Öffnungsschritt kann man doch nicht unvorbereitet gehen.

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Stiko-Chef: Kein Grund für frühere Impfung von Lehrern
1:07 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten jüngst über eine Priorisierung von bestimmten Lehrkräften und Erzieherinnen nachgedacht.  © dpa

Bislang ist die Änderung der Impfverordnung, wonach Lehrerinnen und Lehrer bevorzugt behandelt werden sollen, nur ein politisches Vorhaben. Zudem wird dem pädagogischen Personal das geplante Aufrücken von Gruppe drei in Gruppe zwei auch nur bedingt helfen. Denn das Impfen der ersten Prioritätsgruppe, zu der alle Menschen über 80 Jahre gehören, wird noch mindestens bis Ende März dauern.

Auch das Personal im Gesundheitswesen, Supermarktangestellte sowie Busfahrerinnen und Busfahrer sind in der Pandemie hohen Risiken ausgesetzt. Die meisten von ihnen können sich aber besser schützen als die Beschäftigten in Schulen und Kitas.

Leichter wäre der Neustart der Schulen jetzt auch, wenn mehr in Luftfilter und sinnvolle Hygienekonzepte an den Schulen investiert worden wäre. Oder wenn zumindest tatsächlich endlich flächendeckend Schnelltests für den Eigengebrauch zur Verfügung stünden.

So werden nach einem wochenlangen Lockdown die Schulen wieder geöffnet und sind immer noch nicht ausreichend für den Alltag in einer Pandemie gerüstet.

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