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  • Corona-Impfung in Apotheken: Verband Nordrhein begrüßt Vorschlag

Apotheken wollen gegen Corona impfen

  • Der Apothekerverband Nordrhein fordert eine Ausweitung der Impfkampagne auf seine Apotheken.
  • Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte Impfungen in Apotheken vorgeschlagen.
  • Allein in Nordrhein-Westfalen stehen dafür 1000 Apotheker zur Verfügung.
Paul Gross
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Berlin. Der Apothekerverband Nordrhein fordert, dass Corona-Impfungen künftig auch in Apotheken durchgeführt werden können. Zuvor hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärt, die Apotheken könnten Corona-Impfungen problemlos übernehmen, da es bei diesen „so gut wie nie“ Komplikationen gebe. „Den Vorschlag begrüßen wir“, sagte Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

So seien etwa die Apotheken an Rhein und Ruhr, die in seinen Verantwortungsbereich fallen, „dafür gut vorbereitet“. Corona-Impfungen könnten im Rheinland „mit etwa 1000 für das Impfen ausgebildeten Apothekerinnen und Apothekern unverzüglich in 500 Apotheken angeboten werden“, so Preis weiter. „Das ist immerhin jede vierte Apotheke.“ Preis weist darauf hin, dass Apotheken in vielen anderen Ländern „seit vielen Jahren erfolgreich impfen“.

Gleichzeitig gegen Grippe und das Coronavirus impfen

Auch den Vorschlag von Karl Lauterbach, gleichzeitig gegen die Influenza-Grippe und das Coronavirus zu impfen, begrüßte Preis – zumindest „dort, wo es möglich ist“. In den meisten Fällen müsse bis zur Drittimpfung gegen das Coronavirus jedoch zu lange gewartet werden, um diese mit der Grippeimpfung zu verbinden. Eine Grippeimpfung sei schon zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll.

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Die Quote der vollständig Geimpften unter erwachsenen Deutschen lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bei 75,8 Prozent. Demnach sind 79,3 Prozent bislang mindestens einmal geimpft. Hinzu kommen Impfungen, die nicht in die Statistik eingeflossen sind. Bei Impfungen durch Betriebsärzte kommt dies laut RKI in vielen Fällen vor. Das Institut gehe von einer um bis zu 5 Prozentpunkte höheren tatsächlichen Impfquote aus.

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