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Kinderimpfung: Länder setzen auf Arztpraxen, Kinderärzte bitten um Geduld

Ein Pflaster klebt auf den Arm eines siebenjährigen Mädchens, nachdem es gegen das Covid-19-Virus geimpft wurde.

Ein Pflaster klebt auf den Arm eines siebenjährigen Mädchens, nachdem es gegen das Covid-19-Virus geimpft wurde.

Berlin. Nach der Stiko-Empfehlung von Corona-Impfungen für Kinder mit Vorerkrankungen sehen sich die Kinderärzte für ihre zentrale Rolle dabei gewappnet – bitten jedoch zugleich um Geduld. „Die Kinder- und Jugendärzte bereiten sich seit einigen Wochen auf die geplanten Impfungen vor“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „Gleichzeitig erfolgt Unterstützung auf Landes- und Kreisebene dadurch, dass an zentralen Impfstellen, etwa Impfzentren und Impfbussen, durch Kinderärzte Impfangebote gemacht werden.“

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Dötsch wirbt aber für Geduld. So müssen sich Impfwillige darauf einstellen, „dass im Moment die Auslastung von Impfstellen und Praxen sehr hoch ist, nicht zuletzt auch aufgrund der parallelen Infektwelle“. Familienimpftage hält der Mediziner für sinnvoll. Bei solchen Angeboten könnten Kinderärztinnen und ‑ärzte auch Erwachsene mitimpfen, so Dötsch weiter, dann mit dem Impfstoff für Erwachsene.

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Eine Umfrage des Redaktions­Netzwerks Deutschland (RND) in allen 16 Ländern hatte ergeben, dass die Mehrheit der Bundesländer bei der Impfkampagne für Fünf- bis Elfjährige auf Kinderarztpraxen und Impfzentren setzt, nicht auf Impfangebote an Schulen sowie Kitas.

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Bremen und Hamburg öffnen spezielle Impfzentren

Niedersachsen plant für die kommende Woche mit dem Beginn der Kinderimpfungen in den Arztpraxen. Schleswig-Holstein bietet ab dem 14. Dezember zusätzlich Impfaktionen an verschiedenen Standorten an. In Bremen und Hamburg öffnen sogar spezielle Impfzentren für Kinder.

Auch in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz werden unter Zwölfjährige vor allem in Kinderarztpraxen immunisiert. So seien etwa in Rheinland-Pfalz bereits 20.000 Impftermine für Kinder gebucht worden, hieß es seitens des Gesundheits­ministeriums. Dort können sich in reaktivierten Impfzentren ganze Familien impfen lassen.

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Auch in Thüringen soll es zeitnah losgehen. Vorerst würden Kinderimpfungen hier in den vier größten Impfstandorten des Landes stattfinden, so das Ministerium. Ab dem 27. Dezember wolle man das Angebot dann auf alle Impfstandorte ausweiten. In Berlin werden mobile Impfteams miteinbezogen. Noch vor Weihnachten soll an Schulen und in Kitas geimpft werden.

Ebenso wird in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern ab kommender Woche mit den Kinderimpfungen begonnen. Auch hier seien überwiegend die Kinderärztinnen und ‑ärzte zuständig. Im Saarland wurden in den vier Impfzentren zusätzlich Kinderimpfkabinen eingerichtet. Ab dem 16. Dezember soll hier geimpft werden.

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Auch in Sachsen sind solche Impforte für Kinder angedacht, frühestens ab dem 13. Dezember kann dort und in den Kinderarztpraxen geimpft werden. Sachsen-Anhalt hat sich nach mehreren Anfragen nicht zurückgemeldet.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte die Impfung für Fünf- bis Elfjährige am Donnerstag für vulnerable Gruppen und Kinder mit Kontakt zu Risikopatienten empfohlen. Auch gesunde Kinder könnten sich bei individuellem Wunsch impfen lassen, hieß es weiter.

Zuvor war der Kinderimpfstoff von Biontech, der nur ein Drittel des Wirkstoffes für Erwachsene enthält, von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassen worden. Ab dem 13. Dezember sollen hiervon 2,2 Millionen Dosen zur Auslieferung in die Bundesländer bereitstehen. Ergänzt werden diese durch Länderkontingente. Die Vakzindosen werden nach Bevölkerungsanteil der Fünf- bis Elfjährigen an die Länder verteilt.

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