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30 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern impfen: Müller kritisiert globale Impfstrategie

  • Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hält die Vereinbarungen der G-20-Staaten zum globalen Impfprogramm nicht für ausreichend.
  • Einige Länder hätten sich fünf oder acht Impfdosen pro Kopf gesichert, und in Afrika hätten kaum Menschen eine Chance, geimpft zu werden
  • Es brauche mehr Geld und Arbeit an Produktionsstätten in Afrika und Lateinamerika.
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Berlin. Die Vereinbarungen des „Welt-Gesundheitsgipfel“ der G-20-Staten gehen Entwicklungshilfeminister Gerd Müller nicht weit genug. „Es kann nicht sein, dass einige Länder sich fünf oder acht Impfdosen pro Kopf gesichert haben, während in Afrika derzeit nur zwei Prozent der Menschen eine Chance haben, geimpft zu werden“, sagte der CSU-Politiker der „Welt am Sonntag“.

Ziel müsse es bleiben, mindestens 30 Prozent der Menschen auch in Entwicklungsländern bis Anfang nächsten Jahres gegen Corona zu impfen.

Auf dem Gesundheitsgipfel in Rom hatte die EU versprochen, dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden.

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Merkel: 30 Millionen Corona-Impfdosen an ärmere Staaten spenden
1:34 min
Die Lieferung solle „vorzugsweise an Entwicklungsländer“ gehen, sagt die Kanzlerin. Dies sei Teil der EU-Spende von 100 Millionen Impfdosen in diesem Jahr.  © Reuters
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Die Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson sagten insgesamt rund 1,3 Milliarden Impfdosen zu.

Die Zusage der EU sei ein wichtiges Zeichen, so Müller. Dennoch fehlten 20 Milliarden Euro für Diagnostik, Therapeutika und Impfstoffe. Außerdem müsse die Produktion in Afrika und Lateinamerika ausgebaut werden.

RND/dpa

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