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  • Corona-Impfstoff für Kinder: Spahn begrüßt Biontech-Ankündigung

Biontech kündigt Impfstoff für Kinder an – Spahn: „Ein Segen für die Welt“

  • Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech hat angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung ihres Vakzins auch für Kinder ab fünf Jahren zu beantragen.
  • Für Gesundheitsminister Jens Spahn ist das „eine gute Nachricht“.
  • Der Impfstoff Made in Germany sei „ein Segen für die Welt“.
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Mainz. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßt die Ankündigung der Biontech-Gründer Özlem Türeci und Ugur Şahin, das in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen werden solle. „Das ist eine gute Nachricht. Die Zulassung würde es ermöglichen, auch jüngere Kinder besser zu schützen,“ sagte Spahn dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Der Impfstoff made in Germany ist ein Segen für die Welt.“

Bis Ende des Jahres Studienergebnisse für Kinder ab sechs Monaten

Zur Beantragung würden die Ergebnisse einer Studie den Behörden weltweit, „auch hier in Europa“, vorgelegt, sagt Türeci. Die Studienergebnisse liegen laut Biontech vor und müssten nur noch für die Zulassungsbehörden aufbereitet werden. „Es sieht gut aus, alles läuft nach Plan“, sagte Biontech-Chef Ugur Şahin dem „Spiegel“. Bis Ende des Jahres würden auch die Studiendaten zu den jüngeren Kindern ab sechs Monaten erwartet.

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Die beiden Biontech-Gründer fordern dazu auf, in den kommenden Wochen weiterhin unentschiedene Menschen von einer Impfung gegen das Coronavirus zu überzeugen. „Noch bleiben uns als Gesellschaft etwa 60 Tage Zeit, um einen harten Winter zu vermeiden“, sagte Şahin. Es gehe jetzt darum, „das uns Mögliche tun, in diesen knapp zwei Monaten so viele Menschen wie möglich zu mobilisieren.“

Zulassung durch die EMA erfordert Zeit

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Die Ergebnisse der Zulassungsstudie werden dann von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) geprüft. Spricht die EMA eine Empfehlung für die Europäischen Mitgliedsstaaten aus, liegt es in Deutschland wieder an der Ständigen Impfkommission (Stiko), zu entscheiden, ob der individuelle Nutzen die Risiken überwiegt. Heißt also: Bis es nach erfolgreich abgeschlossener Studie eine Impfung für unter Zwölfjährige gibt, wird noch einige Wochen bis Monate Zeit benötigt.

Auch andere Länder hatten bereits mit den Impfungen der Jüngsten begonnen. In Chile läuft zum Beispiel ab kommender Woche die Impfkampagne gegen das Coronavirus für Kinder ab sechs Jahren an. Dort soll der Impfstoff Coronavac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac an die Kinder verimpft werden.

RND/qua mit Material der dpa

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