Bundesregierung verteidigt Impfstoff-Beschaffung durch EU

  • Die gemeinsame Impfstoff-Beschaffung durch die EU steht derzeit vielfach in der Kritik.
  • Die Bundesregierung verteidigt die europäische Lösung jedoch.
  • Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist”, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag.
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Berlin. Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Entscheidung der Bundesregierung für eine Beschaffung des Corona-Impfstoffs durch die EU verteidigt. Die Bundesregierung stehe hinter dieser „Grundsatzentscheidung“, sagte Seibert am Montag in Berlin.

„Wir sind überzeugt, dass das der richtige Weg war und ist“, sagte er weiter und ergänzte: „Ja, die Ungeduld, die viele Fragen, die Bürger jetzt stellen, sind verständlich.“

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Corona: Produktion des Impfstoffs bestimmt das Tempo der Maßnahme
2:08 min
Bis ausreichend Impfdosen vorhanden sind, wird der Impfstoff gegen das Coronavirus nur in einem Zentrum verimpft.  © Reuters
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Anfängliche Knappheit sei nicht überraschend

Seibert reagierte auf kritische Fragen von Journalisten, die auf eine zu geringe Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland zielten. Seibert räumte - auch mit Blick auf die Umsetzung der Impfstrategie in den Ländern - ein, “dass es derzeit noch nicht an allen Stellen optimal läuft”. In diesem Geiste werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch am Dienstag die Gespräche mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise führen.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium sagte dazu: „Dass es jetzt am Anfang knapp sein würde mit dem Impfstoff, das war von Anfang an klar.“

Seibert sagte, der europäische Zusammenhalt habe sich gerade in der Pandemie als wichtig erwiesen. Berichte aus den Krankenhäusern in Deutschland zeigten die schwierige Lage. „Es bleibt also entscheidend Neuinfektionen, wie immer möglich, zu vermeiden“, sagte er.

RND/dpa

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