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Bund will für 2022 rund 200 Millionen Impfdosen bestellen

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trifft Vorsorge bei der Beschaffung von Impfstoffen.
  • Dabei setzt er auf verschiedene Hersteller mit unterschiedlichen Technologien.
  • Der Schwerpunkt liegt weiter auf mRNA-Vakzinen.
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Berlin. Der Bund will für 2022 insgesamt 204 Millionen Dosen Corona-Impfstoff kaufen. Das geht aus einem Bericht des Bundesgesundheitsministeriums an das Kabinett hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. „Somit würde für Deutschland samt Sicherheitsreserve mit einer Versorgung von etwas mehr als zwei Dosen pro Einwohner gerechnet“, heißt es in dem Bericht.

Die Kosten werden mit 3,9 Milliarden Euro beziffert. Die notwendigen Haushaltsmittel stünden zur Verfügung, versichert das Gesundheitsministerium.

Eingerechnet in die 204 Millionen Dosen ist der Anteil Deutschlands an einer EU-Bestellung beim deutschen Pharmahersteller Biontech und dessen US-Partner Pfizer. Er beträgt 84,4 Millionen Dosen.

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Hinzu sollen kommen:

  • Moderna (mRNA-Impfstoff, zugelassen): 31,8 Millionen.
  • Johnson & Johnson (Vektorimpfstoff, zugelassen): 18,3 Millionen
  • Sanofi-GSK (proteinbasiert, noch keine Zulassung) : 42,7 Millionen
  • Novovax (proteinbasiert, noch keine Zulassen): 16,3 Millionen
  • Valneva (Totimpfstoff, noch keine Zulassung) : 11 Millionen

Der Impfstoff des deutschen Herstellers Curevac ist in den Beschaffungsplänen nicht berücksichtigt. Es hat sich auch in den finalen Daten gezeigt, dass er nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent aufweist.

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In dem Bericht heißt es, aus Sicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) sollte eine Menge an mRNA-Impfstoffen beschafft werden, die ausreiche, den Bedarf an Impfungen alleine abzudecken. „Zusätzlich sollte das Portfolio ergänzt werden durch eine ausreichende Menge an proteinbasierten Impfstoffen, die bei einem höheren Bedarf an Boosterimpfungen als Alternativpräparat bei Akzeptanzproblemen (zum Beispiel im Kindesalter) oder bei unvorhergesehenen Problemen mit den mRNA-Impfstoffen (Sicherheitsreserve) zum Einsatz kommen könnten“, erklärt das Gesundheitsministerium weiter.

Mit den nun geplanten Bestellungen würden „zusätzliche Technologien (...) berücksichtigt, für die prinzipiell mit einer Eignung zur Auffrischung gerechnet wird“, so das Ministerium. Zudem werde die empfohlene Gesamtmenge an notwendigem Impfstoff inklusive Sicherheitspuffer erreicht.

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