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Umfrage: Impfquote unter Menschen mit geringem Einkommen niedriger

  • Die Impfpriorisierung ist nun schon eine Weile aufgehoben, auch Impfstoff ist inzwischen mehr vorhanden.
  • Menschen mit geringem sozio-ökonomischen Status seien bei der Impfterminvergabe ins Hintertreffen geraten, sagen nun aber Wissenschaftler der Hans-Böckler-Stiftung.
  • Ihre Befragung besagt, dass es unter Menschen mit geringerem Einkommen eine geringere Impfquote gebe.
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Düsseldorf. Unter Menschen mit geringem Einkommen liegt die Impfquote gegen Covid-19 deutlich unter dem Durchschnitt. Bei einer am Mittwoch veröffentlichten Befragung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gaben 49 Prozent der Menschen im unteren Fünftel der Lohnverteilung mit einem Einkommen von durchschnittlich 11,50 Euro pro Stunde an, schon mindestens eine erste Impfdosis erhalten zu haben. 23 Prozent berichteten, vollständig geimpft zu sein.

Bei Befragten im oberen Fünftel mit einem Stundenlohn von durchschnittlich 34,40 Euro lag der Wert für die erste Impfung laut Bericht hingegen bei 71 Prozent und für den vollständigen Impfschutz bei 31 Prozent.

Menschen mit geringem sozio-ökonomischen Status seien bei der Impfterminvergabe ins Hintertreffen geraten, kritisieren die Wissenschaftler. Insgesamt gaben 59 Prozent der Befragten an, mindestens eine Impfdosis erhalten zu haben, 27 Prozent davon waren vollständig geimpft.

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Aline Zucco, Expertin für Verteilungsfragen am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Stiftung (WSI), forderte einen niederschwelligen Zugang zu Impfungen. „Ein Impfangebot am Arbeitsplatz ist dafür ein wichtiger Baustein.“

In den Sommermonaten stehe genügend Impfstoff dafür zur Verfügung. Der weitere Fortschritt der Impfkampagne hänge auch davon ab, dass keine Gruppe abgehängt werde.

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung des Portals „Lohnspiegel.de“, an der sich den Angaben zufolge im Juni 2021 mehr als 4500 Beschäftigte beteiligten. Die Umfrage ist nicht repräsentativ.

RND/epd

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