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Lambrecht und Spahn lehnen Impfpflicht für Pflegekräfte ab

  • Bayerns Ministerpräsident Söder hatte eine Impfpflicht für Pflegepersonal angeregt – und war damit auf viel Kritik gestoßen.
  • Nun äußert sich auch die Justizministerin dazu und schließt eine Impfpflicht erneut aus.
  • Auch der Gesundheitsminister sagt: „In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben.“
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Berlin. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat eine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus erneut ausgeschlossen. „Die Bundesregierung hat klar gesagt, dass es keine Pflicht zur Impfung gegen Corona geben wird. Das Wort der Bundesregierung gilt“, sagte die SPD-Politikerin der „Rheinischen Post“.

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Impfpflicht für Pflegeberufe: Reaktionen auf Söders Vorstoß
2:00 min
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist dafür, die SPD und Vertreter der Pflegeberufe dagegen.  © Reuters

„Wenn die Menschen von der Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung überzeugt sind, werden sich die Allermeisten auch impfen lassen.“

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Es sei eine Frage der Vernunft und der Verantwortung, sich und andere durch die Impfung zu schützen, sagte Lambrecht. „Das gilt auch dort, wo es ganz besonders auf die Impfung ankommt: in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen.“ Zuvor hatte CSU-Chef Markus Söder eine Impfpflicht für Pflegepersonal ins Gespräch gebracht. Der Vorstoß war allerdings bei vielen auf Kritik gestoßen.

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Sie werde sich selbstverständlich impfen lassen, sobald sie dran sei, sagte die Ministerin. „Ich bin davon überzeugt, dass die Impfung sicher ist und sehr viele Leben retten wird. Diese Impfung ist in ordentlichen Prüfverfahren europaweit zugelassen worden.“

Spahn: Setzen auf Aufklärung und Information

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lehnt eine Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte ebenfalls kategorisch ab. „Ich habe im Bundestag mein Wort gegeben: In dieser Pandemie wird es keine Impfpflicht geben”, sagte Spahn am Mittwoch im Deutschlandfunk. „Wir setzen auf Aufklärung und Information”, betonte der Gesundheitsminister.

Spahn sprach von einer „aufgeregten Debatte”. „Vor drei, vier Tagen ging es noch um einen angeblichen Mangel an Impfstoff, und jetzt reden wir schon über eine Impfverpflichtung, die man ja nur dann einführen kann, wenn man zu viel Impfstoff hat, der nicht verimpft werden kann”, sagte der CDU-Politiker.

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Spahn mahnte zur Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten in der Pflege, die einen der „schwersten Jobs” in dieser Pandemie hätten. „Ich finde, dann sollten wir auch mit ihnen übers Impfen reden”, sagt der Minister, der nach eigenen Worten in zwei Wochen in einer digitalen Veranstaltung mit Pflegekräften aus ganz Deutschland das Gespräch suchen will.

RND/dpa

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