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Divi-Präsident Marx: „Die Impfpflicht ist alternativlos“

Ein Augenarzt impft eine Frau bei einer Impfaktion der Hochbahn Hamburg im Stadtteil Barmbek. Die Intensivmediziner sehen Impfen als einzigen Weg, um raus aus der Pandemie zu kommen.

Berlin.Die Deutsche Interdisziplinär Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) fordert die Bundesregierung auf, die Impfpflicht schnell auf den Weg zu bringen. „Die Impfpflicht für Erwachsene ist alternativlos, um die Pandemie langfristig hinter sich zu lassen“, sagte Divi-Präsident Gernot Marx dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ohne eine höhere Impfquote bleiben wir in einer Art Dauerschleife verhaftet.“

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Der Mediziner rechne damit, dass die Impfpflicht weitere Ausbruchswellen wirksam verhindere und so der Weg aus der Pandemie gelinge. „Wir können nicht in jeder Wintersaison wieder eine neue Welle zahlreicher schwerer Covid-19-Verläufe riskieren“, meint Marx.

Grundsätzlich beobachtet die Divi aktuell eine rückläufige Entwicklung auf den Intensivstationen. Täglich sinke die Zahl der Patientinnen und Patienten um 70 oder 80 Personen, da die Menschen entweder auf die Normalstation verlegt werden können oder versterben. Die Omikron-Welle sei noch nicht auf den Intensivstationen angekommen.

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Impfpflicht, Pandemieende, Kritik am RKI: Virologe Stöhr zur aktuellen Corona-Lage

Omikron könnte die Corona-Pandemie beenden, heißt es. Aus Sicht von Virologe Klaus Stöhr werden dabei gerade Fehler gemacht. Er kritisiert vor allem das RKI.

„Wir sehen die neuen Intensivpatienten, die wir sonst nach etwa zehn bis 14 Tagen auf unseren Stationen behandeln mussten, noch nicht“, erklärte Marx. Insgesamt liegen den Angaben zufolge knapp 100 Patientinnen und Patienten mit einer Omikron-Infektion auf den Stationen. Allerdings werden nicht alle Personen auf die Virusvariante getestet, sodass die Zahl höher sein könne.

Impfpflicht wird wohl Mitte Februar im Bundestag diskutiert

Derweil sinkt die Zahl der Menschen, die sich pro Tag gegen das Coronavirus impfen lassen, wieder. Laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) haben am 19. Januar 610.000 Menschen eine Impfdosis erhalten. Davon haben 90.000 Dosen zu einer vollständigen Impfung geführt, 486.000 Personen erhielten die Booster-Impfung. Damit sind laut RKI mittlerweile 73,1 Prozent der Deutschen vollständig geimpft, während 75,3 Prozent erst eine Dosis erhalten haben. Die Booster-Quote ist auf 48,9 Prozent gestiegen.

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Ob in Deutschland eine Impfpflicht kommen wird, debattieren Politikerinnen und Politiker kontrovers. Kommenden Mittwoch kommt der Bundestag deswegen zu einer Orientierungsdebatte zusammen. Im Anschluss daran wollen die verschiedenen Gruppen, die einen Antrag für eine Impfpflicht ausarbeiten, ihre Vorschläge einreichen – diese werden dann voraussichtlich in der Sitzungswoche vom 14. bis zum 18. Februar im Bundestag diskutiert.

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