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  • Corona: Im Streit um Impfstoff-Beschaffung weist EU-Politikerin „Brüssel-Bashing“ zurück

EU-Politikerin weist „Brüssel-Bashing“ zurück: Impfchaos ist hausgemacht

  • Die EU hat am Mittwoch nach dem Impfstoff von Biontech/Pfizer auch den von Moderna zugelassen.
  • Die europäische Grünen-Politikerin Franziska Brantner sieht nun die Bundesregierung am Zug.
  • Sie weist „Brüssel-Bashing“ zurück und sagt, das „Impfchaos“ liege nicht an der EU, sondern sei hausgemacht.
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Berlin. In der Diskussion um Corona-Impfungen in Deutschland sieht die europapolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Franziska Brantner, die Bundesregierung am Zug. Die EU habe gezeigt, dass sie liefere, sagte Brantner der Deutschen Presse-Agentur, nachdem die EU-Kommission den Impfstoff der US-Firma Moderna am Mittwochnachmittag zugelassen hatte. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) müsse nun auch rasch den weiteren Kandidaten des Pharmakonzerns Astrazeneca prüfen.

Damit stünden bald in Deutschland inklusive der bereits vorhandenen fürs Erste genügend Impfdosen zur Verfügung, sagte Brantner. „Statt Brüssel-Bashing zu betreiben muss aller Fokus darauf liegen, die 1,3 Millionen bereits vorhandenen Impfdosen auch wirklich zu impfen. Das Impfchaos liegt also nicht an der EU, sondern ist hausgemacht.“ Es brauche zudem nun eine gemeinsame Impfstrategie.

Von den 160 Millionen EU-weit bestellten Moderna-Dosen werde Deutschland mehr als 50 Millionen erhalten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Im ersten Quartal kämen aber wegen der zuerst begrenzten Produktionskapazitäten nur knapp zwei Millionen Moderna-Dosen nach Deutschland. Der Impfstoff soll für Personen ab 18 Jahren zugelassen werden.

RND/dpa

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