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  • Corona-Hilfen in Milliardenhöhe zur Bekämpfung der Pandemie geplant

Entwicklungsminister Müller plant milliardenschwere Corona-Hilfen

  • Das Geld soll helfen, Hungerkatastrophen zu verhindern oder auch die medizinische Versorgung in den Entwicklungsländern sichern.
  • Entwicklungsminister Müller plant milliardenschwere Corona-Hilfen zur weltweiten Bekämpfung der Pandemie.
  • Noch gibt es aber keine Entscheidung über die Finanzierung.
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Berlin. Zur weltweiten Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen benötigt Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) nach eigenen Angaben mehr als drei Milliarden Euro.

Das Geld soll unter anderem dazu dienen, Hungerkatastrophen zu verhindern, Krisenregionen zu stabilisieren und die medizinische Versorgung in den Entwicklungsländern zu sichern. “Corona besiegen wir nur weltweit oder nicht”, erklärte Müller am Dienstag in Berlin.

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Für ein Corona-Sofortprogramm sind nach Müllers Berechnungen im laufenden Jahr 4,3 Milliarden Euro notwendig. Gut eine Milliarde könne er durch Umschichtungen im eigenen Ministerium finanzieren. Über weitere 3,15 Milliarden Euro sei er mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im Gespräch. Noch gebe es keine Entscheidung.

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Der Beginn des verheerenden Coronavirus war vermutlich ein Tiermarkt in Wuhan/China. In nur wenigen Wochen erreichte das Virus auch Europa.  © RND

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef sieht in der Corona-Epidemie eine existenzbedrohende Gefahr für Millionen Kinder und Jugendliche. Der Vorsitzende von Unicef Deutschland, Georg Graf Waldersee, erklärte, allein durch die Reisebeschränkungen werde es immer schwieriger, Impfstoffe zu den Betroffenen zu transportieren, etwa gegen Masern.

Schon dadurch könnten in den kommenden Monaten Hunderttausende Kinder ihr Leben verlieren. Wegen der heraufziehenden globalen Rezession drohe zudem weltweit bis zu 66 Millionen Kindern extreme Armut.

RND/dpa

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