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Altmaier entschuldigt sich für langsame Corona-Hilfen

  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich nach massiver Kritik an der Umsetzung der Corona-Hilfen für die langsame Auszahlung entschuldigt.
  • Man habe eine Plattform zur Administration „aus dem Boden stampfen müssen“, so Altmaier.
  • Seit Beginn der Corona-Krise wurden insgesamt mehr als 80 Milliarden Euro an Hilfen für die Wirtschaft bewilligt.
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Berlin. Angesichts massiver Kritik hat sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei Unternehmen für die langsame Auszahlung von Corona-Hilfen entschuldigt. Altmaier sagte am Sonntagabend in der Politik-Talkshow „Die richtigen Fragen“ bei „Bild live“: „Erst einmal entschuldige ich mich dafür, dass es so lange dauert. Wenn ich irgendeine Möglichkeit gesehen hätte, es zu beschleunigen, ich hätte es gemacht.“

Da die Bundesländer sich nicht in der Lage gesehen hätten, die November- und Dezember-Hilfen zu administrieren, habe man eine Plattform dafür „aus dem Boden stampfen müssen“. Für die Überbrückungshilfen ab Januar habe man bis vor wenigen Tagen mit dem Bundesfinanzministerium über die Bedingungen gestritten. Vorher könne man aber nicht mit der Auszahlung beginnen. „Das ist etwas, wo wir zu schwerfällig sind, wo wir schneller werden müssen“, sagte Altmaier.

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Altmaier erwartet 2022 Fortsetzung der Corona-Erholung
2:21 min
Altmaier sagte bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichtes, Mitte 2022 werde die deutsche Wirtschaft vermutlich das Vorkrisenniveau wieder erreichen.  © Reuters
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Die Bundesregierung steht wegen der schleppenden Umsetzung der Corona-Hilfen und zu viel Bürokratie seit langem heftig in der Kritik.

80 Milliarden Euro bewilligt

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Wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte, wurden seit Beginn der Corona-Krise insgesamt mehr als 80 Milliarden Euro an Hilfen für die Wirtschaft bewilligt. Dazu komme das Kurzarbeitergeld im Umfang von rund 23 Milliarden Euro. Bei der November- und Dezemberhilfe wurden demnach rund 5,2 Milliarden Euro an Geldern ausgezahlt. Diese Hilfen richten sich vor allem an Firmen im Lockdown, erstattet werden Umsatzausfälle.

Kerninstrument der Wirtschaftshilfen ist aber die Überbrückungshilfe III. Dabei werden fixe Betriebskosten wie Mieten oder Strom erstattet. Finanz- und Wirtschaftsministerium hatten eine Ausweitung der Hilfen beschlossen, zudem soll das komplexe Antragssystem vereinfacht werden. Anträge auf Abschlagszahlungen sollen bald möglich sein, wie es hieß.

RND/dpa

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