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Großveranstaltungen bleiben bis Ende Oktober verboten

  • Nach einem Papier der Bundesländer sollen Großveranstaltungen in Deutschland bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben.
  • Was bereits am Mittag durchgedrungen war, bestätigten Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs nach ihrem Treffen am Nachmittag.
  • Volks- und Straßenfeste etwa sind damit langfristig nicht möglich.
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Berlin. Großveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie bis Ende Oktober verboten. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sei. Das beschlossen Bund und Länder am Mittwoch in Berlin. Das betrifft unter anderem Volks- und Straßenfeste oder Kirmesveranstaltungen. Brächen dort Infektionen aus, sind Ansteckungsketten kaum mehr nachzuverfolgen. Anders als etwa bei privaten Familienfeiern, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in einer Pressekonferenz am Abend.

Schon am Mittag war durchgedrungen, dass Großveranstaltungen länger verboten bleiben sollen. Darauf hatten sich die Länder in einer abgestimmten Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz geeinigt. Zuerst berichteten RTL und ntv sowie der “Spiegel” über die mögliche Fortsetzung des Verbots.

Aus Länderkreisen hatte es bereits am Mittag geheißen, an der Vorlage, die auch als Grundlage für das Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Nachmittag (15 Uhr) dienen sollte, sei bereits intensiv mit dem Kanzleramt gearbeitet worden.

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Doch was genau ist eine Großveranstaltung laut Definition?

Auch große Festivals und Konzerte werden nach den neuesten Plänen dann bis Ende Oktober nicht stattfinden. Viele Veranstaltungen der Art wurden größtenteils schon nach dem ersten Verbot bis Ende August offiziell abgesagt, darunter das Hurricane und Southside, das Wacken Open Air, Fusion Festival sowie Rock am Ring und Rock im Park. Dasselbe gilt für große Pop- und Rockkonzerte von Bands wie Rammstein, die im Sommer auf Deutschland-Tour gehen wollten. Auch Fußballspiele in vollen Stadien bleiben zunächst verboten.

Doch ab wann gilt eine Veranstaltung als Großveranstaltung? Universal beantworten lässt sich das bislang nicht, es gibt noch keine einheitliche Definition. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen von den Ländern getroffen werden. Bedeutet: Jedes Bundesland kann die Besucherzahl, die ein Event zur Großveranstaltung macht, selbst festlegen.

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Schulen wieder in den Regelbetrieb

Die Schulen sollen zudem spätestens nach den Sommerferien in allen Ländern in den Regelbetrieb zurückkehren. Dies gelte, falls sich die Infektionslage in der Corona-Krise weiterhin gleichbleibend gut entwickle.

Bund und Länder halten überdies an den bisherigen Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen vorerst fest: 1,5 Meter Abstand, verstärkte Hygiene, Masken in bestimmten öffentlichen Bereichen, Kontaktbeschränkungen.

RND/fw/cz mit dpa

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