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Thüringens Corona-Exit: Jenas OB spricht von “Gang aufs Minenfeld”

  • Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen.
  • Stattdessen solle es regionale Maßnahmen geben.
  • Skeptisch darauf reagiert der Jenaer Oberbürgermeister.
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Jena. Der angekündigte Verzicht auf landesweit gültige Corona-Beschränkungen in Thüringen ist bei Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) auf Kritik gestoßen. "Mir scheint das ein Gang aufs Minenfeld", schrieb er auf Facebook. "Wo's kracht, da gibt's halt lokal einen zweiten Lockdown. Soll das wirklich unsere Strategie sein in Thüringen?"

Nitzsche räumte ein, dass die Ankündigung verlockend klinge. Vor dieser wohl weitreichendsten Entscheidung im bisherigen Verlauf der Pandemie hätte er aber gern gewusst, auf welche Erkenntnisse und unter Abwägung welcher Überlegungen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sie treffen wolle.

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Ramelow hat angekündigt, vom 6. Juni an auf allgemeine landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften verzichten zu wollen. An die Stelle dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben.

Im Kampf gegen das Coronavirus war Jena als Thüringens zweitgrößte Stadt bundesweit Vorreiter in Sachen Maskenpflicht. Dort war schon Anfang April das Bedecken von Mund und Nase in Geschäften, Bussen und Bahnen vorgeschrieben worden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

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Inzwischen liegt die Infektionsrate bei null. Das heißt, es gab in Jena innerhalb der letzten sieben Tage keine Neuinfektion.

RND/dpa

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