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  • Corona-Exit in Thüringen: Bodo Ramelow meldet Auflösung des Krisenstabs per Twitter

Corona-Exit: In Thüringen beendet der Krisenstab seine Arbeit

  • Ministerpräsident Bodo Ramelow will die Anti-Corona-Maßnahmen schneller lockern, als von Bund und Ländern vereinbart.
  • Kontaktbeschränkungen sollen ab Mitte Juni nur noch als Empfehlung gelten.
  • Der Krisenstab beendet bereits jetzt seine Arbeit.
2:03 min
"Wenn man möchte, dass Kinder in die Schulen gehen, dann darf man nicht gleichzeitig alle anderen in der Fußgängerzone einer Situation aussetzen, dass möglicherweise die Polizei fragt, gehört ihr eigentlich zusammen", sagte Thüringens Ministerpräsident in einer Pressekonferenz am Dienstag.  © Reuters
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Erfurt. Thüringen löst seinen wegen der Corona-Pandemie einberufenen Krisenstab unter Leitung des Landesinnenministeriums vorerst auf. Das gab Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Dienstag via Twitter bekannt. "Heute endet formell in Thüringen die Steuerung durch die Epidemie mit einem Krisenstab", schrieb Ramelow.

Der Schritt war zuvor bereits angekündigt worden. Innenminister Georg Maier (SPD) schrieb, dass die Krisensteuerung nun auf das Gesundheitsministerium übergeht. “Die Pandemie ist noch nicht vorbei!”, schrieb Maier bei Twitter.

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Kontaktbeschränkungen bald wohl nur noch empfohlen

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Ramelow hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil er weitgehende Lockerungen von Anti-Corona-Maßnahmen in Thüringen in Aussicht gestellt hatte. Die Ende der Woche auslaufende Verordnung mit Beschränkungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie soll zudem bis Mitte Juni verlängert werden. Dies plane die Landesregierung noch im Laufe der Woche, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Dienstag.

Für eine neue Verordnung, die zahlreiche Änderungen unter anderem im Bildungsbereich sowie eine weitgehende Aufhebung der Kontaktbeschränkungen vorsieht, gibt es bereits einen Entwurf. Das Kabinett soll die neuen Regeln am 9. Juni beschließen; in der darauffolgenden Woche sollen sie in Kraft treten, hieß es.

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Bisher dürfen sich in Thüringen nur Menschen zweier Haushalte treffen. Die neuen Pläne sehen dafür keine Vorgaben, sondern nur noch Empfehlungen vor.

Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern. Werden die Pläne der Landesregierung umgesetzt, würde Thüringen bei diesem Punkt ausscheren.

RND/dpa

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