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  • Corona: EU will Impfnachweise aufgrund Booster-Impfungen anpassen

Uneinheitliche Regelungen bei Booster-Impfungen: EU-Staaten wollen Impfzertifikate anpassen

  • Im Fokus steht dabei die Frage, wie lange Impfnachweise gültig sein sollen.
  • Dadurch soll Reisen in der Europäischen Union vereinfacht werden.
  • Mehrere Mitgliedsstaaten zeigten sich bereits offen für neue Absprachen.
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Brüssel. Das EU-Covid-Zertifikat für freies Reisen muss nach Ansicht von Europastaatsminister Michael Roth mit Blick auf Booster-Impfungen angepasst werden. Es stelle sich die Frage, wie lange die Impfnachweise künftig gültig sein sollten. „Hier müssen wir nachsteuern, damit wir möglichst vielen Menschen auch dabei helfen können, sich frei in der Europäischen Union zu bewegen“, sagte Roth am Dienstag vor einem Ministertreffen in Brüssel. Dafür sei das EU-Impfzertifikat von „herausragender Bedeutung“. „Boostern ist ja das Gebot der Stunde“, sagte Roth. Es handele sich nicht nur um eine Auffrischung - wissenschaftliche Studien zeigten auch, dass die Wirksamkeit der Impfung so noch einmal deutlich erhöht werde.

Aktualisierte EU-Impfzertifikate in Planung

Auch Vertreterinnen und Vertreter von anderen EU-Ländern zeigten sich offen dafür, angesichts der Booster-Impfungen die Absprachen für das einheitliche Impfzertifikat der EU zu aktualisieren. In manchen Staaten ist die Gültigkeit bereits beschränkt worden. In Frankreich und Griechenland etwa müssen vor allem ältere Menschen künftig damit rechnen, dass ihr Zertifikat nicht mehr gültig ist, wenn sie keine dritte Impfung erhalten haben.

Die EU-Kommission will noch in dieser Woche neue Empfehlungen an die EU-Staaten vorlegen, wie mit den Booster-Impfungen mit Blick auf die Reisefreiheit in der EU umgegangen werden soll.

RND/dpa

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