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Streeck, Drosten, Mertens: Diese 19 Corona-Fachleute beraten im Expertenrat Kanzler Scholz

Die Virologen Lothar H. Wieler (links, Robert Koch-Institut), Hendrik Streeck (Mitte, Direktor am Institut für Virologie im Universitätsklinikum Bonn) und Christian Drosten (Berliner Charité) sind alle im Corona-Expertenrat von Olaf Scholz vertreten.

Die Virologen Lothar H. Wieler (links, Robert Koch-Institut), Hendrik Streeck (Mitte, Direktor am Institut für Virologie im Universitätsklinikum Bonn) und Christian Drosten (Berliner Charité) sind alle im Corona-Expertenrat von Olaf Scholz vertreten.

Berlin. Die neue Bundes­regierung um Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat offenbar einen Expertenrat zur Corona-Pandemie aufgestellt. Mehreren Experten und Medien zufolge, stehe fest, wie das sogenannte wissenschaftliche Experten­gremium besetzt sein soll.

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Demnach sollen folgende bekannte Expertinnen und Experten den Kanzler künftig beraten:

  • Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité
  • Hendrik Streeck, Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn
  • Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission
  • Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts
  • Melanie Brinkmann, Virologin am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
  • Alena Buyx, Chefin des Deutschen Ethikrates
  • Viola Priesemann, Physikerin am Max-Planck-Institut
  • Christian Karagiannidis, Intensivmediziner von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin

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Außerdem sind im Expertenrat einige weniger bekannte Namen vertreten:

  • Reinhard Berner, Direktor der Kinderklinik an der Uniklinik Dresden
  • Cornelia Betsch, Professorin für Gesundheits­kommunikation an der Universität Erfurt
  • Jörg Dötsch, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin
  • Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie
  • Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs adaptive Rationalität am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin
  • Lars Kaderali vom Institut für Bioinformatik der Universitätsmedizin Greifswald
  • Hayo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Berliner Charité
  • Michael Meyer-Herrmann, Leiter der Abteilung System­immunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
  • Johannes Niessen, Leiter des Gesundheitsamtes in Köln
  • Leif Erik Sander, Leiter der Forschungsgruppe Infektions­immunologie und Impfforschung der Charité
  • Stefan Sternberg, Landrat von Ludwigslust-Parchim

Unter anderem teilte der Direktor der Klinik für Intensiv­medizin am Universitäts­klinikum Hamburg-Eppendorf, Stefan Kluge, die Liste des Experten­gremiums auf seinem Twitter-Profil. „Eine sehr gute Auswahl!“, attestierte der Intensiv­mediziner.

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Aufregung um Hendrik Streeck

Für Wirbel sorgt besonders, dass neben Christian Drosten auch Hendrik Streeck dem Gremium angehören soll. Beide Experten hatten sich in der Vergangenheit teilweise sehr unterschiedlich zu den nötigen Maßnahmen zur Bewältigung der Krise geäußert. Anders als Drosten war Streeck unter Bundeskanzlerin Angela Merkel nie zu Corona-Beratungen hinzugezogen worden.

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Auf Twitter trendeten bereits am Samstag­morgen die Hashtags „Streeck“ und „Expertenrat“. Die User diskutieren die Auswahl der Gremiums­mitglieder:

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Dienstag bereits erste Beratungen

Gesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) sagte am Samstag: „Wir wollen als Bundes­regierung die Pandemie­­bekämpfung stärker auf wissenschaftliche Expertise stützen.“ Es sei wichtig, sich von einem möglichst breiten Experten­gremium beraten zu lassen.

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Bereits am Dienstag sei die erste Sitzung geplant. „Für mich wird die enge Zusammen­arbeit mit diesen Wissenschaftlern Grundlage meiner Politik sein. Wir kennen uns schon lange“, so Lauterbach weiter.

CDU-Gesundheitsexperte Erwin Rüddel

CDU-Gesundheitsexperte Erwin Rüddel

Die Unionsfraktion im Bundestag begrüßte die Ankündigung, rief die Ampel-Regierung jedoch zugleich zu eigenständigem und konsequentem Handeln auf: Die Politik dürfe ihre Verantwortung im Kampf gegen Corona nicht abschieben, sagte der CDU-Gesundheitsexperte und bisherige Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Ich finde es sinnvoll, dass die Gesundheitspolitik auch weiterhin die Kompetenz von unterschiedlichen Wissenschaftlern in ihre Überlegungen einbezieht“, so Rüddel. „Politische Entscheidungen müssen dagegen – insbesondere in einer Pandemie – schnell und konsequent getroffen werden.“

„Verantwortung nicht an die Wissenschaft delegieren“

Rüddel fügte hinzu, dass eine gute Beratung die Grundlage für gute Entscheidungen sei. „Diese Entscheidungen müssen dann aber tatsächlich durch die Politik gefällt werden und dürfen nicht an die Wissenschaft delegiert werden“, so der CDU-Politiker. „Die Politik hat die demokratische Legitimation und muss auch die entsprechende Verantwortung tragen.“ Dies sei umso wichtiger, da sich auch „die Wissenschaft“ nicht immer einig ist und es einen Widerstreit von Thesen gebe, sagte er dem RND.

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RND/jw/sgey/sic/scs/reuters/dpa

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