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Corona-Ursprung: China sieht Vorwürfe der USA als Ablenkungsmanöver

  • Chinesische Staatsmedien weisen die Anschuldigung der US-Regierung zurück, den Ursprung des Coronavirus zu vertuschen.
  • Äußerungen des amerikanischen Außenministers Pompeo, man gehe “signifikanten” Belegen nach, seien ein “Bluff”.
  • Grünen-Politiker Konstantin von Notz fordert, Deutschland solle sich aus dem “Informationskrieg” heraushalten.
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Peking. Chinesische Staatsmedien haben Vorwürfe der US-Regierung über Vertuschung in der Corona-Krise und den Ursprung des Virus als “grundlose Beschuldigungen” zurückgewiesen. Es sei eine Strategie, von der eigenen “Unfähigkeit” im Kampf gegen die Pandemie abzulenken, kommentierte am Montag die Zeitung “Global Times”, die vom kommunistischen Parteiorgan “Volkszeitung” herausgegeben wird.

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Die Äußerungen von US-Außenminister Mike Pompeo, Geheimdienste gingen “signifikanten” Belegen nach, dass das Virus aus einem Labor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme, nannte das Blatt einen “Bluff”.

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“Die Wahrheit ist, dass Pompeo keinerlei Beweise hat.” Wenn es sie gäbe, sollten die USA die Belege Forschungsinstituten und Wissenschaftlern geben, damit diese sie prüfen könnten.

Vorwurf: USA will öffentliche Meinung manipulieren

Ziel der US-Regierung sei es, China die Schuld für die Pandemie zu geben, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und “Klagen wegen Amtspflichtverletzung” hinsichtlich der eigenen Reaktion auf die Pandemie zu entgehen.

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Berichte über Geheimpapier mit schweren Vorwürfen

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Zu der Theorie, dass das Virus aus dem Labor in Wuhan stammen könnte, sagte auch Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau nach Angaben kanadischer Medien, es sei “zu früh, um feste Schlüsse zu ziehen”. Kanada ist Mitglied der Geheimdienstallianz “Five Eyes” mit den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland.

Die australische Zeitung “Saturday Telegraph” hatte zuvor über ein Geheimpapier der Gruppe berichtet, in dem schwere Vorwürfe gegen China erhoben wurden. Das 15-seitige Dossier beklagt dem Blatt zufolge Vertuschung und weist auf riskante Forschungsarbeiten in dem Labor in Wuhan hin. Es erwähnt demnach allerdings auch die Differenzen in dem Geheimdienstbündnis über den Verdacht, dass das Virus wirklich aus dem Labor stammen könnte.

Virus laut Experten nicht künstlich erzeugt

Wissenschaftler halten es für viel wahrscheinlicher, dass Sars-CoV-2 von Fledermäusen über ein anderes Tier und durch den Wildtierhandel auf den Menschen übertragen wurde. China hatte im März den Handel mit wilden Tieren per Gesetz verboten.

Experten haben auch nachgewiesen, dass das Virus nicht künstlich erzeugt worden ist, sondern natürlichen Ursprungs ist, wie vergangene Woche auch die US-Geheimdienste bestätigt hatten.

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Von Notz: Deutschland soll sich aus “Informationskrieg” raushalten

Nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzenden des Parlamentarischen Kontrollgremiums, dem Grünen-Politiker Konstantin von Notz, solle sich Deutschland nicht an diesem “Informationskrieg” über den Ursprung des Coronavirus beteiligen. Die Vorwürfe der “Five Eyes” seien aber glaubwürdig und man müsse sie ernst nehmen, meinte Notz im “ZDF-Morgenmagazin”.

China sei nun in einer “Bringschuld” und müsse aufklären, wie die Anfangszeit des Virus abgelaufen sei, sagte von Notz. Deutschland sollte sich allerdings von der Kategorie “Freund oder Feind” freimachen und sich nicht an einem “Informationskrieg” beteiligen, der oftmals auch der Ablenkung von eigenen Schwächen diene, sagte von Notz auch in Richtung der USA.

RND/dpa

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