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Erkundungsteam der Bundeswehr prüft Corona-Hilfe für Portugal

Soldaten des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung werten im Gesundheitsamt Berlin-Mitte an Computern die Daten zur Corona-Kontaktverfolgung aus.

Soldaten des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung werten im Gesundheitsamt Berlin-Mitte an Computern die Daten zur Corona-Kontaktverfolgung aus.

Berlin/Lissabon. Die Bundeswehr hat ein medizinisches Erkundungsteam ins das von Corona besonders hart getroffene Portugal geschickt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, die Militärexperten sondierten dort nach einem portugiesischen Hilferuf an die EU mögliche Unterstützung für das Partnerland. Zu angeblichen Berichten portugiesischer Medien, wonach zunächst nur Deutschland reagiert habe, konnte der Sprecher keine Angaben machen.

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Kampf gegen Corona: AKK lobt Bundeswehr-Engagement

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat bei einem Ortstermin die Rolle der Bundeswehr im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewürdigt.

Der „Spiegel“ berichtete, es gehe um die Errichtung eines Feldlazaretts zur Behandlung von Corona-Patienten, die Lieferung von Sanitätsmaterial und die Aufnahme von portugiesischen Covid-Intensivpatienten in Deutschland. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde das Erkundungsteam am Freitag in Deutschland zurückerwartet. Dann sollte über weitere Schritte beraten werden.

In Lissabon bestritt die sozialistische Regierung unterdessen, dass es bereits einen „formellen“ Hilferuf an die EU gegeben habe. Der werde zwar in Erwägung gezogen, sei aber noch nicht abgesetzt worden, sagte Gesundheitsstaatssekretär António Lacerda Sales vor Journalisten in Lissabon.

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„Wir sind auf alle Szenarien vorbereitet“

Er erklärte: „Solange wir Antworten finden und die Kapazitäten haben, um auf die Bedürfnisse der Portugiesen zu reagieren, tun wir das. Natürlich sind wir auf alle Szenarien vorbereitet und halten uns immer die Möglichkeit offen, die Mechanismen der europäischen Zusammenarbeit zu aktivieren.“

Die Boulevardzeitung „Correio da Manha“ schrieb unter Berufung auf Regierungsquellen, Deutschland und Spanien hätten Portugal von sich aus Hilfe bei der Bekämpfung der Pandemie angeboten. Es gehe dabei konkret um den Transport und die Aufnahme von Covid-Kranken sowie um die Verstärkung der Ärzte- und Pflegerteams in Portugal. Eine Mitteilung der spanischen Regierung gab es dazu vorerst aber nicht.

Portugal bislang glimpflich durch Pandemie gekommen

Portugal war lange glimpflich durch die Pandemie gekommen. Seit dem Herbst wird die Lage aber immer schlechter. Seit dem 15. Januar herrscht in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern ein strenger Lockdown. Am Mittwoch teilte Lissabon mit, man setze ab Freitag und bis zum 14. Februar alle Flüge von und nach Brasilien aus. Zuvor waren alle Flugverbindungen zu Großbritannien gestrichen worden.

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Mit 293 Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19 wurde am Mittwoch ein neuer Höchstwert gemeldet. Auch die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivbetten erreichte mit 783 erneut ein Maximum. Es gab auch wieder mehr als 15.000 Ansteckungen binnen 24 Stunden. Auf Deutschland umgerechnet wären das mehr als 120.000 Fälle pro Tag.

RND/cle/dpa

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