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Corona-Bekämpfung in den Städten: So kann die Bundeswehr helfen

  • Angesicht steigender Corona-Infektionszahlen kommen viele Gesundheitsämter an ihre personelle Belastungsgrenze.
  • Die Bundeswehr könnte schnell aushelfen und ist auch bereit, das zu tun.
  • Allerdings müssen betroffene Städte die Hilfe der Soldatinnen und Soldaten auch annehmen.
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Berlin. Bundeswehrsoldaten im Kampf gegen Corona – diese Idee ist so naheliegend wie heikel. Befürworter sehen im Einsatz von Soldaten die schnellste und effektivste Möglichkeit, um dem Personalmangel in Gesundheitsämtern und Stadtverwaltungen entgegenzuwirken. Kritiker sehen eine Grenze überschritten.

Schlagzeilen gemacht hat vor Kurzem das Beispiel des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, der sich auch aus politischen Gründen hartnäckig geweigert hatte, Bundeswehrangehörige bei der Nachverfolgung der Corona-Infektionsketten einzusetzen.

Andere Großstädte greifen angesichts der immer schneller steigenden Infektionszahlen gerne auf die Hilfe der Soldatinnen und Soldaten zurück. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Städte ermuntert, auf dieses Angebot des Bundes einzugehen. In den Ballungsräumen werde sich entscheiden, “ob wir die Pandemie in Deutschland unter Kontrolle halten können oder ob uns die Kontrolle entgleitet”, mahnte die Kanzlerin.

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Doch was kann die Bundeswehr überhaupt leisten?

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Großstädte stimmen konkrete Maßnahmen gegen Corona-Fälle ab
2:04 min
Nach einem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Oberbürgermeistern der elf größten Städte Deutschlands, haben sich die Beteiligten auf neue Maßnahmen geeinigt.  © Reuters

Der wichtigste Teil der Hilfe ist die Unterstützung der Gesundheitsbehörden bei der Nachverfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten. Da dazu sämtliche Kontaktpersonen von positiv Getesteten angerufen und informiert werden müssen, wird vielerorts das Personal knapp. Soldaten können hier kurzfristig einspringen und so die Leistungsfähigkeit der Gesundheitsämter erhöhen.

Bundeswehrsoldaten können auch beim Aufbau von Testzentren helfen. Sie haben auch schon an Flughäfen bei der Durchführung von Tests an Reiserückkehrern Hilfe geleistet. Außerdem kann die Truppe Transport und Lagerkapazitäten für medizinische Ausrüstung oder Geräte zur Verfügung stellen.

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Die Bundeswehr hat jede Menge freie Kapazitäten

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Während des Lockdowns haben Bundeswehrangehörige außerdem Einkäufe für hilfsbedürftige Personen erledigt oder als Musiker Konzerte vor Alten- und Pflegeeinrichtungen gegeben. Außerdem hält die Luftwaffe permanent Transportkapazitäten für intensivpflegebedürftige Patienten bereit.

Derzeit sind knapp 1400 Soldaten zur Unterstützung von Kommunen und Landkreisen im Einsatz. Dies sei ein Höchststand, sagte Generalleutnant Martin Schelleis. Für den Kampf gegen die Pandemie bereitgestellt hat die Bundeswehr insgesamt gut 15.000 Soldatinnen und Soldaten.

Die Truppe hat also noch jede Menge Kapazitäten. Sie könnte schnell helfen, wenn Städte oder Landkreise sie darum bitten. Das müssten die politisch Verantwortlichen dann aber auch tun.

RND


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