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Corona-Krise: Behinderte demonstrieren online

  • Behinderte befürchten, als vom Coronavirus besonders betroffene Risikogruppe ausgegrenzt zu werden.
  • Dagegen wollen sie heute in einem Livestream demonstrieren.
  • Mit dabei dabei ist unter anderem der Inklusionsaktivist Raul Krauthausen.
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Berlin. Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung veranstalten sie heute in Deutschland wegen der Corona-Krise eine Demonstration als Onlinelivestream.

An diesem 5. Mai ist wie in jedem Jahr der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wegen der Corona-Pandemie können viele der geplanten dezentralen Veranstaltungen jedoch nicht wie gewohnt stattfinden. Ein Bündnis aus zahlreichen Organisationen der Behindertenbewegung organisiert daher eine Onlinedemo für Inklusion.

Ab 14 Uhr im Netz

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Die Corona-Pandemie zwinge viele Menschen mit Behinderungen, als sogenannte “vulnerable Gruppe” oder “Risikogruppe” zum Schutz vor dem Virus zu Hause zu bleiben, heißt es in einer Mitteilung. Diese Situation, so die Sorge der Betroffenen, beschleunige die Tendenz zur Ausgrenzung.

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Die Separation von Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten nehme zu. Um dem entgegenzuwirken, werde der Livestream ab 14 Uhr auf maiprotest.de unter dem Motto “Behinderung macht #UNsichtbar“ ausgestrahlt.

Mit dabei seien Ninia LaGrande, Laura Gehlhaar, Samuel Koch sowie viele weitere Aktivistinnen der deutschen und europäischen Behindertenrechtsbewegung. Raul Krauthausen und Constantin Grosch führen durch die Veranstaltung.

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Überraschungen geplant

Nach Angaben der Veranstalter kommen Aktivistinnen und Institutionen zu Wort. Grußworte von Menschen mit Behinderungen aus dem In- und Ausland – Politikern, Einzelpersonen sowie Initiativen – und Musik- und Kulturbeiträge würden gesendet. Neben Beiträgen von zahlreichen Promis der Behindertenszene seien schließlich auch einige Überraschungen und Interaktionen geplant.

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Krauthausen hatte erst kürzlich in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) seine Befürchtung vor Ausgrenzung im Lichte der Corona-Pandemie deutlich gemacht und Disziplin der gesamten Bevölkerung angemahnt.

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