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Corona: Altenheime in NRW skeptisch wegen schneller Öffnung

  • Wochenlang galt angesichts der Corona-Pandemie für Altenheime ein Besuchsverbot - auch in NRW.
  • Dort werden die Einrichtungen nun bereits zum Muttertag wieder geöffnet.
  • Das stößt allerdings auf Skepsis bei den Einrichtungen.
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Düsseldorf. Die schnelle Öffnung der NRW-Altenheime nach langem Besuchsverbot schon am Muttertag, den 10. Mai, stößt bei Einrichtungen im Land auf Skepsis und Kritik. Leitungskräfte benötigten eine angemessene Vorbereitungszeit zur Umsetzung der Schutzvorgaben, kritisierte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste mit Blick auf NRW. “Leider wird dies nur unzureichend berücksichtigt, wenn bereits in einigen Tagen wieder Besuche flächendeckend (...) ermöglicht werden sollen.”

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"Viele Heime können in der Kürze der Zeit gar keine entsprechenden Hygienekonzepte umsetzen", sagte Christian Woltering, Geschäftsführer beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen am Donnerstag.

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Um eine zweite Ansteckungswelle in Deutschland zu vermeiden, sind einige Verhaltens- und Hygieneregeln zu beachten.  © RND

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte die Aufhebung des Besuchsverbots zum Sonntag am Dienstag verkündet. Verbunden damit sind aber aufwendige Schutzvorkehrungen wie Besucherboxen mit ausreichend Abstand und Abtrennungen etwa durch Plexiglasscheiben, Anmeldung der Angehörigen, Begleitung auf dem Weg durch die Heime und gründliche Desinfektion.

"Wir fürchten, dass es am Sonntag zu herzzerreißenden Szenen kommt, wenn Angehörige wieder wegfahren müssen, ohne die Bewohner gesehen zu haben." Den Unmut und die Enttäuschung darüber oder über lange Wartezeiten müssten dann Pflegeheime auffangen, in denen die Personalsituation in der Corona-Krise ohnehin extrem angespannt sei, sagte Woltering.

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Bereits jetzt zahlreiche Anmeldungen

Zusätzliches Personal werde benötigt, "dabei sind die Ressourcen begrenzt", kritisierte der Abteilungsleiter Senioren und Gesundheit beim Caritasverband für das Bistum Essen, Martin Peis. Die Caritasdirektorin im Bistum, Sabine Depew, bat um Verständnis, dass voraussichtlich nicht alle Angehörigen am Muttertag besucht werden könnten.

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Praktiker berichteten bereits von sehr großem Andrang auf die Altenheime und zahlreichen Anmeldungen nach der Ankündigung von Laumann.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz riet, sich vorab genau über die jeweiligen Besuchsmöglichkeiten zu informieren. Der Gesundheitsminister sei weit vorgeprescht, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. "Nicht jedes Heim ist auf einen Ansturm vorbereitet."

RND/dpa

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