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  • Colin Powell ist tot: Früherer US-Außenminister an Corona-Infektion gestorben

Früherer US-Außenminister Colin Powell an Folgen von Covid-19 gestorben

  • Der frühere US-Außenminister Colin Powell ist an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben.
  • Dies bestätigte die Familie des US-Politikers bei Facebook.
  • Powell starb im Alter von 84 Jahren.
0:53 min
Der Republikaner war von 2001 bis 2005 unter Präsident George W. Bush Außenminister der USA - als erster Afroamerikaner. Bekannt wurde Powell unter anderem mit einem umstrittenen Auftritt vor den Vereinten Nationen im Jahr 2003. Dort präsentierte er zur Begründung für einen Einmarsch der USA in den Irak vermeintliche Belege für Massenvernichtungswaffen.  © AFP
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Der frühere US-Außenminister Colin Powell ist am Morgen an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Dies bestätigte die Familie des US-Politikers bei Facebook. Nach einer Covid-19-Erkrankung sei es zu Komplikationen gekommen. „Er war vollständig geimpft“, schreibt die Familie und dankt dem medizinischen Personal für die Behandlung Powells. Powell hatte Medienberichten zufolge aber seit Längerem gesundheitliche Probleme.

„Wir haben einen bemerkenswerten und liebevollen Ehemann, Vater, Großvater und einen großartigen Amerikaner verloren“, schreibt die Familie des verstorbenen Politikers.

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Der Viersternegeneral war Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte während des Golfkriegs von 1991. Zudem war Powell erster schwarzer nationaler Sicherheitsberater am Ende von Ronald Reagans Präsidentschaft. Mitte der 1990er-Jahre galt er als einer der führenden Anwärter für das Amt des ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Unter George W. Bush war Powell von 2001 bis 2005 erster schwarzer Außenminister.

Seine Amtszeit als Topdiplomat ab 2001 wurde von den Ereignissen nach den Anschlägen vom 11. September überschattet, also dem Kampf gegen den Terror – und insbesondere der umstrittenen Invasion im Irak.

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„Ich fühle mich sehr, sehr geehrt, der erste afroamerikanische Außenminister und Außenminister zu sein“, sagte Powell über seine geschichtsträchtige Nominierung 2001. „Ich denke, es zeigt der Welt, was in diesem Land möglich ist.“

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Bush und seine Frau Laura erklärten am Montag, Powell habe dem Land herausragend gedient, „beginnend mit seiner Zeit als Soldat in Vietnam“. Viele Präsidenten hätten seinem Rat vertraut. Er sei ein Freund und herausragender Mann gewesen.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte, die Welt habe „eine der herausragendsten Führungs­persönlichkeiten verloren“. Powell sei seit vielen Jahren ein Freund und Mentor für ihn gewesen, sagte der frühere General. „Wir werden ihn definitiv vermissen. Ich fühle mich, als hätte ich ein Loch in meinem Herzen“, sagte Austin.

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Powell hinterlässt seine Frau Alma und drei erwachsene Kinder. Powell wurden zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen verliehen, darunter die Freiheitsmedaille des US-Präsidenten und das Bundesverdienstkreuz.

RND/scs

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