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  • Christian Lindner will Volker Wissing statt Linda Teuteberg als FDP-Generalsekretär

Lindner bestätigt: Wissing soll neuer FDP-Generalsekretär werden

  • Vor zwei Wochen hatte FDP-Chef Christian Lindner die Zukunft von Generalsekretärin Linda Teuteberg noch offen gelassen.
  • Nun soll sie bereits im September auf dem Parteitag abgelöst werden.
  • Lindner will den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Volker Wissing als Nachfolger vorschlagen.
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Berlin. FDP-Chef Christian Lindner will schon im September den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Volker Wissing als Generalsekretär vorschlagen. Damit muss die amtierende Generalsekretärin Linda Teuteberg schon vor ihrer im Mai 2021 offiziell zu Ende gehenden Amtszeit den Posten räumen. Am Morgen hatten bereits die Nachrichtenagentur dpa, der “Spiegel” und die “Bild”-Zeitung über entsprechende Pläne berichtet.

Lindner sagte am Montag nach Gremiensitzungen, er brauche in seinem Amt mehr Hilfe und Unterstützung. Die Lage im Land habe sich angesichts der Corona-Krise deutlich verändert, und dazu sei auch mehr Wirtschaftskompetenz nötig.

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Wissing sagte, er werde sein Amt als Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz bis Ende der Legislaturperiode wahrnehmen. Dort wird am 14. März 2021 gewählt. Lindner dankte Teuteberg. Sie werde ein “starker Teil unseres Teams” bleiben, sagte er.

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FDP-Generalsekretärin Teuteberg verliert Amt
1:33 min
Inmitten niedriger Umfragewerte gibt FDP-Chef Christian Lindner Generalsekretärin Linda Teuteberg den Laufpass.  © Reuters

Lindner will die FDP neu aufstellen

Der FDP-Chef will seine Partei offensichtlich gut ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 neu aufstellen. So soll mit großer Wahrscheinlichkeit der frühere SPD-Politiker Harald Christ, der erst im März zur FDP kam, neuer Schatzmeister werden.

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Anfang August hatte Lindner eine klare Aussage zur politischen Zukunft Teutebergs abermals vermieden. “An Personalspekulationen beteilige ich mich nicht”, sagte Lindner damals dem “Spiegel” auf eine Frage nach Spekulationen über eine vorzeitige Ablösung. “Alle Parteien sprechen derzeit über ihre Aufstellung zur Bundestagswahl. So werden auch wir uns in den nächsten Monaten mit unserem politischen Profil und unserem Team beschäftigen.”

Teuteberg: Ausgewiesene Fachfrau, aber zu zurückhaltend

Auf die Nachfrage, ob er Teuteberg bis zum regulären Wahlparteitag im Frühjahr 2021 eine Jobgarantie auf dem Posten gebe, sagte der FDP-Vorsitzende Anfang August: “Linda Teuteberg ist ein starker Teil unseres Teams. 2013 hat mir meine Partei zugetraut, ein Team aufzustellen und mit ihm einen Kurs zu definieren, der uns in den Bundestag zurückgebracht hat. Nun geht es um die Frage, ob mir meine Partei die Aufstellung eines Teams zutraut, mit dem wir uns angesichts einer drohenden Wirtschaftskrise um Regierungsverantwortung bewerben.”

Teuteberg, gebürtige Brandenburgerin, wurde erst im April 2019 mit großer Mehrheit zur Generalsekretärin gewählt. Damals standen mehrere Wahlen in den neuen Bundesländern an. Sie gilt als ausgewiesene Fachfrau, aber als zu zurückhaltend für den Posten der Generalsekretärin einer Partei in der Opposition.

RND/dpa/das

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