Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Talk „RND vor Ort“

Bundesfinanzminister Lindner: „Meine Hauptsorge ist, dass die Inflation dauerhaft galoppiert“

„RND vor Ort“ mit Bundesfinanzminister Christian Lindner.

„RND vor Ort“ mit Bundesfinanzminister Christian Lindner.

Hannover. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat davor gewarnt, dass die Inflation im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der dadurch ausgelösten Energiekrise außer Kontrolle gerät. „Meine Hauptsorge ist, dass sich die Inflation aus ihrer Verankerung lösen könnte, dass sie dauerhaft galoppiert und man sie nicht unter Kontrolle bekommt“, sagte er beim Talk „RND vor Ort“ des RedaktionsNetzwerks Deutschland in Hannover.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Inflation ist das größte wirtschaftliche Risiko, weil es zur Verarmung führt, verhindert, dass neu investiert wird, und weil auch der Preis nicht mehr eine Knappheit anzeigt. Deshalb ist die Bekämpfung der Inflation die große Priorität. Sie darf sich nicht aus ihrem Anker lösen“, so Lindner. Allerdings könne die Bundesregierung zielgerichtet handeln und werde das auch tun, etwa mit Hilfe der beschlossenen Entlastungspakete oder dem Versuch, „Zufallsgewinne“ bei Energieversorgern abzuschöpfen. Die Bürger seien nicht schutzlos.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Lindner: Dass Bürger an Wohlstand einbüßen, lässt sich nicht verhindern

In diesem Zusammenhang appellierte Lindner an die Arbeitgeber, von der Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreien Einmalzahlung von bis zu 3000 Euro an ihre Beschäftigten Gebrauch zu machen. „Ich hoffe, dass sehr viele Arbeitgeber die Möglichkeit nutzen“, sagte er. Eine solche Einmalzahlung könne „gerade in Zeiten steigender Preise eine wichtige Brücke sein“. Auch sei mit weiteren Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank als Gegenmittel zu rechnen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Bundesfinanzminister erklärte zugleich, dass die Möglichkeiten des Staates beim Dämpfen der Krise begrenzt seien. „Wir können nur einen Stoßdämpfer zusagen“, sagte er mit Blick auf drohende Insolvenzen, sowie individuelle soziale Härten und wirtschaftliche Strukturbrüche abmildern. Dass alle Bürger an Wohlstand einbüßten, lasse sich nicht verhindern.

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Top Themen

Krieg in der Ukraine
 

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken