Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

China und Russland wollen UN-Sanktionen gegen Nordkorea lockern

Bilder vom einem der jüngsten Raketentests werden im südkoreanischen Fernsehen gezeigt (Archivbild).

New York. China und Russland haben den Weltsicherheitsrat zur Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea aufgefordert. In einem Resolutionsentwurf, der an die Ratsmitglieder verteilt wurde und der Nachrichtenagentur AP am Dienstag vorlag, wurde auf die wirtschaftlichen Probleme in Nordkorea hingewiesen. Sanktionen wie das Exportverbot für Fisch und Textilien oder die Begrenzung der Einfuhr von Ölprodukten schadeten der Zivilbevölkerung, hieß es.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der UN-Sicherheitsrat verhängte die ersten Sanktionen gegen Nordkorea nach dem ersten Atomtest 2006. Seitdem wurden sie als Reaktion auf weitere Atomtests und einen Ausbau des Raketenprogramm immer weiter verschärft. China und Russland stellten bereits im Dezember 2019 einen ähnlichen Entwurf für eine Resolution vor. Das Papier stieß auf Widerstand westlicher Staaten und wurde nie förmlich zur Abstimmung gestellt.

Nordkorea verstößt weiterhin gegen Sanktionen

Aus Diplomatenkreisen verlautete, dass der Entwurf es dieses Mal ähnlich schwer haben würde und verwiesen auf Nordkoreas anhaltende Verstöße gegen die Sanktionen. Zuletzt hatte Nordkorea am 19. Oktober eine neu entwickelte Rakete von einem U-Boot aus abgefeuert und damit die Sanktionen verletzt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In dem chinesisch-russischen Entwurf wurden die jüngsten Raketentests mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen wurde darauf hingewiesen, dass Nordkorea seit September 2017 keine Atomtests mehr durchgeführt habe, sich seit dem 21. April 2018 an ein Moratorium für weitere Atomtests und Test von Mittelstrecken- und Interkontinentalraketen halte und seitdem weitere Denuklearisierungsmaßnahmen ergriffen habe.

Nordkorea kämpft derzeit mit steigenden Warenpreisen und Engpässen in der Versorgung mit Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern. Bisher hat das Land noch keine Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, allerdings stellen Experten den Wahrheitsgehalt dieser Angabe in Frage.

RND/AP

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Spiele entdecken