Chef der österreichischen Staatsholding tritt zurück

  • Thomas Schmid, Chef der österreichischen Staatsholding ÖBAG, ist zurückgetreten.
  • Der Aufsichtsrat fand zu einer einvernehmlichen Einigung mit Schmid.
  • „Nach der anhaltenden Diskussion der letzten Monate hat der Aufsichtsrat die Situation um den ÖBAG-Vorstand mit juristischer Beratung neuerlich bewertet“, heißt es in einer Mitteilung.
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Wien. Nach anhaltender Kritik tritt der Chef der österreichischen Staatsholding ÖBAG, Thomas Schmid, von seinem Posten mit sofortiger Wirkung zurück. Der Aufsichtsrat habe einer einvernehmlichen Einigung mit Schmid zugestimmt.

Das teilte die ÖBAG am Dienstag mit. „Nach der anhaltenden Diskussion der letzten Monate hat der Aufsichtsrat die Situation um den ÖBAG-Vorstand mit juristischer Beratung neuerlich bewertet.“

Schmid war in den vergangenen Monaten mehrfach in die Schlagzeilen geratem. Anlass waren durch staatsanwaltliche Ermittlungen bekannt gewordene Chatprotokolle. In den Protokollen war unter anderem der Eindruck entstanden, dass Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) deutlichen Einfluss auf die Bestellung seines Vertrauten als ÖBAG-Chef im April 2019 ausgeübt haben könnte. Weil er diese Einflussnahme abgestritten hat, sieht sich Kurz selbst Ermittlungen wegen des Verdachts der Falschaussage ausgesetzt.

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Chatnachrichten sollen Attacke auf ÖBAG-Betriebsrat belegen

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Jüngst waren weitere Chatnachrichten Schmids aufgetaucht, die unter anderem eine geplante Attacke auf den Betriebsrat der ÖBAG belegen sollen. Die Staatsholding verwaltet elf Industriebeteiligungen, unter anderem an dem Energiekonzern OMV, der Telekom Austria und der Post mit einem aktuellen Gesamtwert von rund 27 Milliarden Euro.

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Die ÖBAG-Direktorin Christine Catasta wurde zum Interimsvorstand bestellt. Sie werde sich allerdings nicht um den Top-Job bewerben, hieß es. Die Vorstandssuche werde zügig weitergeführt.

RND/dpa

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