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„Mein Gemüse braucht Tiere“

„Gutes Fleisch aus Deutschland“: Landwirtschaftsminister Özdemir für Erhalt der Fleischproduktion

Omid Nouripour (l-r), Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, und Ricarda Lang, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen

Omid Nouripour (l-r), Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, und Ricarda Lang, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen

Laatzen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hat sich für einen Erhalt der Tierhaltung und der Fleischproduktion in Deutschland stark gemacht. „Vielleicht etwas überraschend aus dem Munde eines Vegetariers: Mir geht’s auch darum, dass wir gutes Fleisch aus Deutschland auch künftig haben“, sagte Özdemir am Montag zum Auftakt der Grünen-Vorstandsklausur in Laatzen bei Hannover.

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„Weniger Fleisch, sicherlich weniger Tiere“, sagte er. Die Zahl der Tiere, die ein Landwirt halte, müsse an die Fläche angepasst werden. Entsprechende Vorgaben gibt es heute bereits im Ökolandbau.

„Mein Gemüse braucht Tier“

„Aber ich sag auch mal: Mein Gemüse braucht Tiere“, so Özdemir. Wenn Deutschland weniger mineralischen Dünger verbrauchen wolle, für den Gas aus Russland verbraucht werde, brauche es sogenannten Wirtschaftsdünger, zu dem unter anderem Gülle und Mist gehören. Zur Kreislaufwirtschaft gehöre in der Landwirtschaft auch die Tierhaltung.

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„Ich krieg' da ja von zwei Seiten manchmal Feuer“, sagte Özdemir. „Ein Teil der veganen Fraktion sagt: Was? Weg mit der Tierhaltung! Ich respektier' die Entscheidung von jedermann und jeder Frau, das kann jeder für sich entscheiden. Aber wir werden sicherlich keine nationale Politik machen können, die auf die Tierhaltung verzichtet.“ Es brauche eine andere Tierhaltung, aber nicht den Verzicht darauf.

Die Tierhaltung verbraucht mehr Ressourcen und erzeugt mehr Treibhausgase pro Kilogramm Fleisch als die Produktion von Obst oder Gemüse. Insbesondere in der Rinderhaltung entsteht das klimaschädliche Gas Methan.

RND/dpa

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