CDU will Seehofers Amtspflicht für Passfotos lockern

  • Die Unions-Fraktion will die von Bundesinnenminister Horst Seehofer geplante Neuregelung für Passfotos deutlich verändern.
  • Die Bilder sollen weiterhin von Fotografen gemacht werden dürfen – und nicht nur vom Amt.
  • Um Fotofälschungen zu verhindern, könnten die Fotografen amtlich zertifiziert werden.
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Berlin. Nach dem massiven Protest von Fotografen erwägt die Unions-Fraktion, die von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geplante Neuregelung für Passfotos zu entschärfen. „Unser Anliegen ist die Sicherheit, aber ganz gewiss nicht die Verdrängung der Fotografen aus dem Passbildgeschäft“, sagte der Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei (CDU), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Eine Möglichkeit könnte sein, Fotografen für entsprechende Aufnahmen zu zertifizieren und ein sicheres Übertragungsverfahren zu etablieren.“ Der Gesetzentwurf befinde sich „glücklicherweise in einem sehr frühen Stadium, in dem nichts entschieden ist“. Für Alternativvorschläge aus der Fotografen-Branche sei man offen.

Schutz vor Manipulation

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Der Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums sieht vor, dass Fotos für einen neuen Personalausweis oder Reisepass künftig nur noch „vor Ort unter Aufsicht der Passbehörde“ aufgenommen werden dürfen. Bisher ist es möglich, ein Foto mitzubringen, das bestimmten Kriterien entsprechen muss.

Mit der Änderung will das Ministerium verhindern, dass manipulierte Fotos auf Pässen landen und damit unter Umständen mehrere Personen einen Ausweis nutzen können. Beim sogenannten „Morphing“ werden mehrere Fotos digital verschmolzen.