• Startseite
  • Politik
  • CDU-Vorsitz: Armin Laschet rutscht in Wählergunst auf den letzten Platz

Rennen um CDU-Vorsitz: Laschet rutscht in Wählergunst auf letzten Platz

  • Anfang nächsten Jahres will die CDU entscheiden, wer sie als Chef in den Bundestagswahlkampf führen soll.
  • Die Kandidaten Friedrich Merz und Armin Laschet müssen deutliche Verluste bei der Zustimmung hinnehmen.
  • Außenpolitiker Röttgen kann zulegen und sich auf Platz zwei schieben.
|
Anzeige
Anzeige

Berlin. Anderthalb Monate vor der geplanten Abstimmung auf einem geplanten CDU-Parteitag über den künftigen Parteivorsitzenden verliert Kandidat Armin Laschet an Boden und wird vom Konkurrenten Norbert Röttgen überholt. Friedrich Merz bleibt Favorit, büßt jedoch stark ein. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend des Instituts Infratest Dimap hervor.

Festzuhalten ist aber auch: Derzeit würde keiner der Kandidaten – gemessen am Zuspruch der Bundesbürger – eine Mehrheit erzielen.

Am meisten Zuspruch als möglicher neuer CDU-Chef erhält noch Ex-Bundestagsfraktionschef Merz mit 27 Prozent. Allerdings verliert er stark gegenüber der letzten Befragung im März dieses Jahres: 8 Prozentpunkte ging es für ihn nach unten.

Außenpolitiker Röttgen kann 4 Prozentpunkte hinzugewinnen und landet nun mit 16 Prozent sogar noch vor NRW-Regierungschef Armin Laschet. Der verliert 9 Prozentpunkte und hält nun die rote Laterne des Trios.

Anzeige

Selbst unter den CDU-Anhängern bleibt die Gemengelage unübersichtlich. Zwar setzen 39 Prozent auf Merz, 22 Prozent favorisieren Röttgen und lediglich 15 Prozent Laschet als neuen Parteichef. Entschieden sieht das jedoch nicht aus.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, müsste die Union leichte Einbußen hinnehmen, stünde aber unangefochten an der Spitze in der Wählergunst. CDU und CSU kämen auf 35 Prozent der Wählerstimmen, die Grünen landen mit 21 Prozent auf Platz zwei. Die SPD erhielte 15 Prozent, die AfD 11 Prozent. Linke und FDP kämen jeweils auf 7 Prozent der Stimmen.

Im Vergleich zur Sonntagsfrage vom 12. November 2020 verliert die Union einen Prozentpunkt. Die Grünen, AfD und FDP gewinnen jeweils einen Prozentpunkt. Der Stimmenanteil für die SPD und die Linke verändert sich nicht.

Merz hat im Falle seiner Nichtwahl dem Sieger seine Unterstützung zugesagt. „Ich erwarte im Falle meiner Wahl, dass die gesamte Unterstützung der Partei mir zugutekommt. Umgekehrt gebe ich sie jedem anderen, der die Wahl gewinnt“, sagte Merz dem Fernsehsender Phoenix am Freitag. Nach dem Parteitag im Januar müsse die Union alles daransetzen, sich auf die Wahlen des kommenden Jahres vorzubereiten.

Anzeige

Umfragen ermutigen Röttgen

Merz zeigte sich siegesgewiss. Im Gegensatz zum Votum 2018, als er Kramp-Karrenbauer unterlegen war, nehme er jetzt eine andere Stimmungslage in der Partei wahr. „Es gibt etwa in der Bundestagsfraktion viele, die sagen, wenn der Merz gewählt wird, dann gewinne ich meinen Wahlkreis.“

Aber auch Röttgen zeigt sich optimistisch. „Die Stimmung hat sich gedreht. Es gibt Rückenwind für mich, und natürlich auch unter den Parteitagsdelegierten, die ich ja kenne zu einem großen Teil“, sagte er am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Er sehe sich durch Umfragen, in denen er hinter Merz, aber vor Laschet liege, ermutigt, seinen Kurs weiter zu verfolgen.

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen