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Armin Laschet kandidiert für CDU-Vorsitz - Spahn soll dann Vize werden

Jens Spahn (l), Gesundheitsminister, und Armin Laschet (beide CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Berlin. Bewegung im Rennen um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer: Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet kandidiert für den Posten, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) am Dienstag aus Parteikreisen erfuhr.

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Laschet hat für 9.30 Uhr kurzfristig zu einer Pressekonferenz eingeladen, zusammen mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Er hatte gegenüber der Parteiführung der NRW-CDU in einer Telefonkonferenz seine Bereitschaft erklärt, sich auf dem Parteitag am 25. April um den Vorsitz der CDU Deutschlands zu bewerben.

Laschet betonte, dass alles für eine Mannschaftsaufstellung getan worden sei, es nun aber Klarheit geben müsse. Die Union müsse auch nach der Bundestagswahl 2021 die zentrale politische Kraft der Mitte sein.

Zugleich hat Armin Laschet gegenüber dem geschäftsführenden Landesvorstand der CDU NRW angekündigt, im Falle seiner Wahl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als Nachfolger im Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU vorzuschlagen.

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Spahn: Integrative Persönlichkeit gesucht

Jens Spahn erklärte in der Telefonkonferenz, es brauche eine integrative Persönlichkeit als Parteivorsitzenden. Armin Laschet habe in NRW gezeigt, dass er Konservative, Soziale und Liberale in einer Mannschaft zusammenführen könne, so Spahn. Laschet habe eine Wahl gewonnen und regiere erfolgreich das größte Bundesland. Deshalb unterstütze Spahn Laschets Kandidatur.

Für diesen gemeinsamen Schritt gab es in der Spitze der NRW-CDU viel Zuspruch und Unterstützung. Es wurde von Teilnehmern als starkes Signal für eine Neuaufstellung der Partei gewertet.

Zuvor hatte bereits vergangene Woche CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur bekanntgegeben.

Am Vormittag um 11 Uhr wollte auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz erklären, dass er antritt.

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Videokommentar: Laschet und Spahn gegen Merz

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Kampfkandidatur

Kramp-Karrenbauer hatte am Montag angekündigt, dass sich mögliche Kandidaten noch in dieser Woche erklären wollen. Gewählt wird die neue Parteispitze auf einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin.

Mit den Bewerbungen steht fest, dass die CDU erneut in einer Kampfkandidatur über ihren künftigen Parteivorsitz entscheiden wird. Eine einvernehmliche "Teamlösung" mit vorherigen Absprachen scheint vom Tisch.

Röttgen begrüßte die Entwicklung: "Mein Eindruck war, es soll irgendwie gesprochen werden hinter verschlossenen Türen - und auf einmal regeln sich alle Fragen", sagte der frühere Bundesumweltminister, der seine Kandidatur vor einer Woche als Erster angekündigt hatte, am Montagabend im ZDF.

“Ich glaube, dass das dem Ernst der Lage nicht gerecht geworden wäre. Es wird ja jetzt auch anders sein.”

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Merz will “Beitrag” leisten

Merz bekräftigte bei einem Auftritt in Mecklenburg-Vorpommern, er wolle “einen Beitrag leisten”, die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern. Die Hamburger Wahl, bei der die CDU auf ein Rekordtief von 11,2 Prozent abgestürzt war, sei ein “Desaster” für die CDU, sagte er am Montagabend bei einer CDU-Veranstaltung in Ueckermünde.

Die Analyse zeige, dass die Grünen wahrscheinlich der Hauptgegner der CDU bei den nächsten Bundestagswahlen seien. “Und da freu ich mich schon drauf.” Zu seinen Ambitionen auf den Parteivorsitz äußerte er sich nicht.

RND/dpa

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