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CDU und FDP lehnen Baerbocks Vorschlag zur Abschaffung von Kurzstreckenflügen ab

  • Sollte Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock die Regierung übernehmen, will sie für die Abschaffung von Kurzstreckenflügen zu kämpfen.
  • Bei den potentiellen Koalitionspartnern ist sie damit auf heftige Kritik gestoßen.
  • „Es wäre unsozial, wenn der Flug in den Urlaub ein Privileg für Wohlhabende würde“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange (CSU), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
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Berlin/Saarbrücken. Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist mit ihrem Vorstoß, Kurstreckenflüge im Falle einer Regierungsübernahme teurer zu machen und längerfristig ganz abzuschaffen, auf heftige Kritik potentieller Koalitionspartner gestoßen.

„Es ist klar, dass der Flugverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss. Ein Verbot von Kurzstreckenflügen und massive Preiserhöhungen im Flugverkehr sind aber der falsche Ansatz“, sagte der stellvertretende Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange (CSU), dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Wichtig sei, dass Flugreisen auch weiterhin für jeden finanzierbar blieben. „Es wäre unsozial, wenn der Flug in den Urlaub ein Privileg für Wohlhabende würde. Das ist mit der CDU/CSU nicht zu machen“, fügte er hinzu.

„Intelligenter ist es, in mehreren Stufen die Dekarbonisierung des Luftverkehrs mit der Nutzung CO2-armer Treibstoffe voranzutreiben“, forderte Lange. Mit grünem Kerosin ließen sich große Mengen an CO2 einsparen, so der CSU-Politiker.

Kritik auch von FDP

Auch die FDP hat Baerbocks Vorschlag eine klare Absage erteilt. FDP-Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Montagausgabe): „Wir wollen kein Mikro-Management des täglichen Lebens durch Frau Baerbock.“

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Der Vorschlag sei ein klassisches Beispiel für den „Verbotsfetisch“ der Grünen, betonte Buschmann weiter. Ein solcher Weg sei zur Erreichung der Klimaziele aber der falsche.

Die Menschen und die Betriebe bräuchten auch in der Klimapolitik Spielräume und Flexibilität. „Besser wäre es, die CO2-Ausstoßmengen für Deutschland fest zu deckeln gemäß dem Pariser Klimaabkommen. Wie sie dann genutzt werden, können wir Angebot und Nachfrage überlassen“, so Buschmann.

RND/tms/ots

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