CDU-Mann Nopper wird Oberbürgermeister von Stuttgart

  • Frank Nopper wird Nachfolger von Fritz Kuhn als Oberbürgermeister von Stuttgart.
  • Der CDU-Mann gewann im zweiten Wahlgang.
  • Für die Grünen ist das eine schwere Niederlage.
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Stuttgart. Der CDU-Kandidat Frank Nopper hat die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart gewonnen. Der 59-Jährige erreichte am Sonntag im zweiten Wahlgang 42,3 Prozent der Stimmen, wie die Stadt Stuttgart am Abend mitteilte. Nopper wird damit Nachfolger des Grünen-Politikers Fritz Kuhn, der nicht mehr zu Wahl antrat.

Zweiter wurde Marian Schreier, der als unabhängiger Kandidat angetreten ist. Stuttgarts Stadtrat Hannes Rockenbauch vom Fraktionsbündnis SÖS/Linke landete auf Platz drei.

Insgesamt konnten 450.000 Wahlberechtigte abstimmen. Der amtierende Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) trat nach acht Jahren an der Rathausspitze nicht wieder an. Als klarer Favorit für seine Nachfolge galt der Backnanger Oberbürgermeister Nopper. Der 59-Jährige konnte bereits den ersten Durchlauf deutlich für sich entscheiden. Keiner der Bewerber verbuchte im ersten Wahlgang vor drei Wochen aber die absolute Mehrheit der Stimmen für sich. In der zweiten Abstimmung reicht die einfache Mehrheit: Wer die meisten Stimmen bekommt, gewinnt. Klassische Stichwahlen gibt es in Baden-Württemberg bei Bürgermeister-Wahlen nicht.

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Er wünsche Nopper alles Gute für die Gestaltung der Stadt in den nächsten Jahren, sagte Schreier am Abend im Sender Stuggi.TV noch vor dem Ende der Stimmenauszählung. Er habe sich über die Aufholjagd gefreut. Sein Ergebnis zeige, dass man Politik auch abseits der festgefahrenen Strukturen und unabhängig von der Unterstützung einer Partei machen könne.

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Stuttgart galt bislang als Stadt mit einer starken grünen Wählerschaft, im Gemeinderat stellen die Grünen die größte Fraktion, der Regierungspräsident gehört der Partei an und alle vier Direktmandate für den Landtag gingen in der Stadt an die Grünen. Die OB-Kandidatin der Grünen stand aber nicht mehr auf dem Wahlzettel: Nach einem enttäuschenden Abschneiden im ersten Durchgang und gescheiterten Gesprächen mit den anderen Bewerbern des Mitte-Links-Lagers hatte die Vertreterin der Öko-Partei, Veronika Kienzle, ihre Kandidatur zurückgezogen.

RND/dpa

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