CDU lehnt Gesprächsangebot der Linken offiziell ab

  • Kurzzeitig hatte der Thüringer CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring Offenheit für eine Zusammenarbeit mit der Linken signalisiert.
  • Doch nun sind jegliche Formen der Kooperation endgültig vom Tisch.
  • Thüringens CDU-Generalsekretär Raymond Walk ein Gesprächsangebot der Linken offiziell abgesagt.
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Erfurt. Die CDU hat ein Gesprächsangebot der Linken, bei dem es um die schwierige Regierungsbildung in Thüringen gehen sollte, offiziell abgelehnt. Die Einladung sei von CDU-Generalsekretär Raymond Walk mit einem Schreiben an die Linke-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow ausgeschlagen worden, sagte ein Sprecher der Linken am Freitag. Walk bestätigte das. Seine Partei stehe weder für eine Koalition noch andere Formen der Zusammenarbeit mit der Linken zur Verfügung. Das habe die Landtagsfraktion an diesem Mittwoch mehrheitlich beschlossen. Das werde in dem Schreiben als Grund für die Ablehnung eines Gesprächs genannt, sagte Walk.

Die Linke als Wahlgewinner versucht, eine stabile Regierung zu bilden. Die bisherige rot-rot-grüne Koalition in Thüringen, die eigentlich weitermachen will, hat keine Mehrheit mehr im Landtag. Ihr fehlen vier Stimmen. Die Linke hat auch die FDP zu Gesprächen eingeladen.

Einladungen an SPD, Grüne und FDP

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CDU-Partei- und Fraktionschef Mike Mohring will eine Minderheitsregierung mit SPD, Grünen und FDP versuchen, die allerdings noch drei Stimmen weniger als Rot-Rot-Grün hätte. Die Einladungen der CDU an diese drei Parteien seien auf dem Weg, sagte Walk.

Einen Tag nach der Wahl hatte Mohring noch Offenheit für eine Zusammenarbeit mit der Linken signalisiert. Es sei "staatspolitische Verantwortung", ein Gespräch zu führen, sagte er. Seine Partei sah das bereits vor der Wahl anders - dort schloss man eine Zusammenarbeit mit der Linken ebenso kategorisch aus wie mit der AfD.

RND/dpa/cz