CDU in Sachsen-Anhalt schließt Koalition mit AfD aus

  • Der Parteitagsbeschluss soll Frieden in die gespaltene Partei bringen.
  • Nach monatelangem Streit legen sich die Christdemokraten in Magdeburg fest, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen - und auch nicht mit der Linkspartei.
  • Zuvor hatte Friedrich Merz den Delegierten ins Gewissen geredet.
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Magdeburg. Nach monatelangen Debatten hat die CDU in Sachsen-Anhalt ihren Richtungsstreit vorerst beigelegt. Auf einem Parteitag in Magdeburg stimmten die Delegierten am Samstag mit großer Mehrheit für ein neues Grundsatzpapier, in dem eine Koalition mit der "derzeit in vielen Teilen radikalen AfD" ebenso ausgeschlossen wird wie mit der Linkspartei.

Zwei Vertreter stimmten dagegen, drei enthielten sich. Das Papier wurde ohne Aussprache angenommen.

Hoffen auf Geschlossenheit

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Zuvor hatte die Partei monatelang heftige Kontroversen geführt, die auch bundesweit wahrgenommen wurden. So hatten Vertreter der Harzer CDU um den Landtags-Fraktionsvize Ulrich Thomas gefordert, eine Zusammenarbeit mit der AfD künftig nicht mehr auszuschließen. Die Parteispitze um Landeschef Holger Stahlknecht und Generalsekretär Sven Schulze war immer wieder gezwungen, ihr Nein zu jeglicher Zusammenarbeit zu bekräftigen. Vom jetzigen Beschluss gehe ein Zeichen der Geschlossenheit aus, sagte Stahlknecht.

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Auch Friedrich Merz - Stargast des Magdeburger Parteitags - hatte den Christdemokraten ins Gewissen geredet. Merz sprach sich klar gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD aus: „Eine Zusammenarbeit mit einer solchen Partei, die rechtsradikale Neonazis in ihren Reihen nicht nur duldet, sondern aktiv fördert, kommt für die Christlich Demokratische Union nicht infrage."

RND/dpa

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