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CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak: Personaldebatte „nervt nur noch“

  • Ziemiak stellt sich etwas umständlich hinter seine Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.
  • In umso deutlicheren Worten attackiert er die AfD.
  • Die Partei sei „rassistisch“ und wolle „einen anderen Staat“.
Redaktion RND
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CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat seiner über Personalfragen streitenden Partei übermäßige Selbstbeschäftigung vorgeworfen. Das sei auch einer der Gründe für die schlechten Umfragewerte der CDU. „Die permanente Beschäftigung mit sich selbst ist einfach ein Fehler“, sagte er in einem Interview der „taz“. „Das nervt die Bürger nur noch. Wenn man ständig über Personen anstatt über Inhalte streitet, schadet das.“

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hält angesichts schlechter Umfragewerte für CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und hoher eigener Zustimmungswerte die Debatte über die Kanzlerkandidatur der Union am Köcheln. Ziemiak stellte sich in einer etwas umständlichen Formulierung hinter seine Vorsitzende: Kramp-Karrenbauer habe „selbst immer wieder deutlich gemacht, dass sie den Prozess um die Kanzlerkandidatur von vorne führen möchte, wir einen Zeitplan dafür haben und gemeinsam mit der CSU ein Verfahren abstimmen werden“.

Ziemiak warnte: „Allen in der Partei muss klar sein, der Gegner steht links und rechts, aber sicher nicht in der eigenen Truppe.“ Er warnte vor allem vor der Konkurrenz durch die AfD : „Die AfD möchte CDU und CSU zerstören.“ Die CDU habe immer versucht, aus der Mitte heraus gesellschaftliche Konflikte aufzulösen. „Die AfD versucht das Gegenteil: Sie macht Konflikte größer.“ Ziel der AfD seien eine andere Gesellschaft und ein anderer Staat. Er warf der Partei zudem Rassismus vor: „Diese Partei greift auf ethnische Merkmale von Menschen zurück. Das ist rassistisch. Alles Ethnische führt am Ende ins Unglück.“

mit dpa