Friedrich Merz ruft CDU zur Geschlossenheit auf
:format(webp)/cloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com/madsack/PC7FM3KJJNAXRMPIXH3IFJIQTM.jpeg)
CDU-Politiker Friedrich Merz.
© Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin. Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat die Partei zu Geschlossenheit aufgerufen. Die CDU habe den Anspruch, „wieder die Regierung von morgen zu stellen“, sagte Merz in seiner Bewerbungsrede auf einem digitalen CDU-Parteitag. Wie schnell dies gehe, liege auch an der CDU selbst. Es könne nicht gelingen, „wenn wir uns streiten, in alle Himmelsrichtungen auseinanderlaufen“.
Auch thematisch müsse die CDU „auf Höhe der Zeit“ sein. Die CDU müsse Tritt fassen, offen sein für neue Diskussionen und Freude an der politischen Arbeit vermitteln. „Dann kann in der Niederlage zugleich ein neuer Anfang, eine neue Chance liegen.“
Merz: Konflikt mit CSU darf sich nicht wiederholen
Die CDU begreife sich als bürgerlich. „Wenn das richtig sein soll, müssen wir uns selbst so verhalten“, sagte Merz. „Wir können streiten, wir können in Sachfragen miteinander ringen. Am Ende müssen Ergebnisse, am Ende müssen Lösungen stehen.“ Insbesondere ein Konflikt wie der mit der CSU um die Kanzlerkandidatur im vergangenen Jahr dürfe sich nicht wiederholen.
Die Existenz der Schwesterparteien sei „eine kongeniale Konstruktion“. Gemeinsam könnten beide Parteien ein Wählerpotenzial ausschöpfen, dass sie jeweils für sich nicht erreichen könnten.
Merz bezeichnete die Wahl der neuen Parteiführung als „kraftvolles Signal des Aufbruchs und der Erneuerung“. Die CDU habe zwar die Bundestagswahl verloren, nicht aber ihr Selbstvertrauen.
Die Mitgliederbefragung zum Parteivorsitz sei ein gutes Zeichen gewesen: „Die CDU lebt“, sagte Merz.
Sie müsse der neuen Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP als Oppositionspartei etwas entgegensetzen. Als zentrale Themenfelder nannte er Wirtschafts- und Klimapolitik, Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Sozialpolitik. Sorge mache vor allem die Radikalisierung auf dem rechten Rand der Politik.