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CDU entschuldigt sich für Anzeige: IT-Expertin findet Sicherheitslücke bei CDU-App und bekommt Strafverfahren

  • Nachdem die Softwareentwicklerin Lilith Wittmann deutliche Sicherheitslücken in einer CDU-App gefunden hatte, wurde ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet.
  • Wer die Expertin angezeigt hatte, blieb zunächst unklar.
  • Inzwischen hat sich die CDU dazu bekannt - und sich entschuldigt.
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Die Softwareentwicklerin Lilith Wittmann hat eklatante Sicherheitslücken in einer von der CDU für den Haustürwahlkampf entwickelten App gefunden. Jetzt wurde gegen sie ein Strafverfahren eingeleitet. Das veröffentlichte die Softwareentwicklerin auf Twitter.

Aus dem Post geht nicht hervor, von wem das Verfahren eingeleitet wurde. Wittmann selbst gibt aber an, dass sie bereits zuvor Andeutungen der CDU erhalten habe, dass eine Anzeige auf sie zukommen könnte.

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Wittmann erklärt auf ihrem Blog, was es mit der App mit dem Namen CDU connect auf sich hat. Sie wird von der CDU seit dem Bundestagswahlkampf 2017 eingesetzt. Die App soll dabei helfen, Daten zu Haustürgesprächen, potenziellen Unterstützerinnen und Unterstützern und Kritikerinnen und Kritikern zu erfassen und auszuwerten.

Es seien hunderttausende Datensätze angefallen, die öffentlich zugänglich waren. Mit der App werden laut Wittmann einige personenbezogene Daten erfasst wie das Geschlecht, die Alterskohorte, die Straße und die Meinung zur CDU. Im Mai 2021 hatte jemand über Twitter gefragt, wie das mit den Datenschutzbestimmungen vereinbar sei – und die CDU antwortete, dass in der Regel keine personenbezogene Daten erhoben werden.

So sei auch Wittmann auf die App aufmerksam geworden und habe sie sich angesehen. Daraufhin habe sie die eklatanten Sicherheitslücken entdeckt.

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CDU entschuldigt sich für Anzeige

Inzwischen hat sich die CDU für die Anzeige entschuldigt. Auf Twitter erklärt der CDU-Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig: „Die Nennung ihres Namens in der Anzeige war ein Fehler, für den ich sie um Entschuldigung gebeten habe. Beim LKA habe ich die Anzeige gegen sie zurückgezogen”. Die Anzeige habe sich nicht gegen die IT-Expertin gerichtet.

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RND/lr

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