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CDU-Außenpolitiker Röttgen kritisiert Habeck wegen Trump-Kritik: „Selbst disqualifiziert“

  • Grünen-Chef Robert Habeck hat US-Präsident Donald Trump wegen seiner Rede in Davos massiv angegriffen.
  • Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), wirft ihm nun vor, sich disqualifiziert zu haben.
  • US-Botschafter Richard Grenell wendet sich ebenfalls gegen Habeck.
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Berlin. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), hat die jüngsten Äußerungen von Grünen-Chef Robert Habeck über US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos kritisiert. „Es ist schon eine Leistung, sich durch die Kritik an Präsident Trump selbst zu disqualifizieren; das ist Habeck gelungen“, sagte Röttgen dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Habecks Aussage, Trump sei „der Gegner, er steht für all die Probleme, die wir haben“, offenbare „mindestens eine erschreckende außenpolitische Einfältigkeit des grünen Spitzenmannes“. Trump sei schließlich „der demokratisch gewählte Präsident des Landes, das das Rückgrat unserer eigenen Sicherheit bildet“.

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Merkel in Davos: „Wir müssen handeln“
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für ein gemeinsames Vorgehen gegen den Klimawandel geworben.  © Markus Decker/AFP
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Iran, Russland und China – das alles sei augenscheinlich „zu komplex für Herrn Habeck“, fügte Röttgen hinzu. Auch sonst habe dieser „geschwafelt" – etwa indem er erklärt habe, man sei „am Nachdenken“ über das Wirtschaftssystem, und er sei dafür, „das System komplett zu ändern“.

„Völlig daneben und ein einziges Desaster“

US-Botschafter Richard Grenell kritisierte Habeck ebenfalls. „Er hätte besser zuhören sollen“, sagte Grenell der „Bild“-Zeitung. „Dann hätte er vielleicht verstanden, wie man eine Wirtschaft massiv wachsen lassen und zeitgleich den CO₂-Ausstoß senken kann – zwei Dinge, die er noch lernen muss.“

Habeck hatte Trumps Ausführungen zum Klimawandel scharf kritisiert. Er sei wirklich „fassungslos, wie man so was hier verzapfen kann“, sagte der Grünen-Vorsitzende einer ZDF-Reporterin bei einem offenbar eher spontanen Interview am Rande der Konferenz.

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Der US-Präsident sei „der Einzige hier, der es nicht verstanden hat“, er sei „der Gegner“ und stehe „für all die Probleme, die wir haben. Und das muss eigentlich auch mehr adressiert werden von den Leuten, die das hier veranstalten – und nicht auch noch Honig ums Maul schmieren für so ’ne Rede. Ignoranz ist gar kein Ausdruck dafür.“ Der ganze Auftritt sei „völlig daneben und ein einziges Desaster“, so der Grünen-Chef.

Steinmeier nannte Trump „Hassprediger“

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Der US-Präsident hatte in Davos vor Pessimismus gewarnt. Angst und Zweifel seien nicht gut, man sollte optimistischer nach vorne schauen. „Wir müssen die ewigen Propheten des Untergangs und die Vorhersagen einer Apokalypse ablehnen“, sagte er, ohne das Wort Klimawandel zu verwenden.

Habeck ist nicht der erste deutsche Politiker, der Trump vehement angreift. Der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nannte diesen 2016 einen „Hassprediger“.

2019 bezeichnete SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich den US-Präsidenten als „Rassisten“.

Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel (FDP) sagte dem RND wenige Monate vor seinem Tod, wenn Trump erscheine, „schalte ich den Fernseher aus“. Regierungsmitglieder halten sich mit derartigen Äußerungen ansonsten zurück.

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