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CDU-Bundestagsabgeordneter Irmer vergleicht Zuwanderung mit Viehwirtschaft

Der Plenarsaal während einer Sitzung des Deutschen Bundes­tags.

Berlin.Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer hat Kritik am Wahlprogramm der Grünen geübt und dabei Zuwanderung mit Viehwirtschaft verglichen. Wie in einem Video zu sehen ist, das Irmer am Montag auf seinem Facebook-Profil postete, sagte er: Es sei erstaunlich, dass die Grünen in der Landwirtschaft Forderungen nach Obergrenzen für Tiere pro Stall stellten, jedoch Obergrenzen für Zuwanderung ablehnten.

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Auch kritisiert er in dem Video Frauen- und Migrantenquoten. Die Grünen würden in ihrem Wahlprogramm Gleichstellungsdateien und Diversitätspläne sowie freie Plätze für von Diskriminierung betroffene Menschen in der öffentlichen Verwaltung fordern. Mit Blick darauf fragt er: „Wo bleibt eigentlich der normale weiße Bürger?“. Die Union stehe anders als die Grünen für Leistung, Qualität und Qualifikation und nicht für Quote. Der nationale Hintergrund spiele für ihn keine Rolle, sagt er.

Auf Twitter sorgte das Video bereits für einige Kritik. Die Linken-Bundestags­abgeordnete Martina Renner etwa schrieb: „Sein Vergleich von Geflohenen mit Stallvieh ist nicht einfach nur widerwärtig. Die darin zum Ausdruck gebrachte Dehumani­sierung ist Wesens­merkmal faschistischen Denkens.“

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Irmer ist seit 2017 Mitglied des Bundestages. Er stand bereits wegen diverser Äußerungen in der Kritik. Unter anderem hatte er 2014 als hessischer Landtagsabgeordneter Homosexualität als „nicht normal“ bezeichnet.

Irmer stammt aus Limburg an der Lahn und war bis 2015 Fraktionsvize im hessischen CDU-Landes­verband. Nachdem er 2015 einen Kommentar in seinem eigenen Anzeigenblatt „Wetzlarer Kurier“ veröffentlicht hatte, in dem auch eine Werbeanzeige für einen als rechtsextrem eingestuften Verein erschien, trat er von seinem Amt zurück.

RND/cz

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