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C-Diebstahl aus CDU-Logo: Küsterin zur Strafe Schlüssel entzogen

  • Der Diebstahl des Cs aus dem CDU-Logo von Greenpeace hat Konsequenzen.
  • Weil bekanntgeworden ist, dass die Küsterin einer rheinischen Kirche Aktivisten der Organisation einließ und diese dort eine Nachbildung des Cs ausstellten, verliert sie nun ihre Schlüssel.
  • Die Frau habe sich illoyal verhalten, heißt es vonseiten der Kirche.
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Erkelenz. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat mit einer Medien-Aktion um das geklaute C aus dem CDU-Parteilogo für Aufregung in Erkelenz im rheinischen Braunkohlerevier gesorgt. Nachdem Greenpeace ein Foto einer Replik des Cs in der Kirche von Erkelenz-Keyenberg veröffentlicht hatte, bekam die Küsterin massive Probleme, weil sie die Aktivisten in das Gotteshaus hineingelassen hatte. Sie musste ihre Kirchenschlüssel abgeben, das Schloss wurde ausgetauscht. Der WDR hatte zuerst berichtet.

Vergangene Woche hatten Greenpeace-Aktivisten das C aus dem CDU-Logo am Konrad-Adenauer-Haus gestohlen. Seitdem läuft eine Kampagne mit Kunststoff-Nachbildungen des Buchstabens, mit der Greenpeace die CDU zu mehr Umweltengagement drängen will. Das Foto in der Kirche im Braunkohlegebiet entstand bereits am vergangenen Sonntag. Bei der Veröffentlichung via Twitter an diesem Mittwoch hatte Greenpeace geschrieben: "Heute schicke ich der Dame, die mir die Tür geöffnet hat meine Liebe, Dankbarkeit & Unterstützung."

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Küsterin: "Menschlich sowas von enttäuscht"

"Wir müssen unser Eigentum schützen", sagte Pfarrer Werner Rombach am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Frau habe sich illoyal verhalten. Sie habe klare Anweisung gehabt, die Kirche nur für Gottesdienste und für religiöse Gruppen aufzuschließen. Sie sei nicht entlassen, werde aber künftig nicht mehr allein in der Kirche arbeiten. Zum Jahresende habe die über 80 Jahre alte Frau ohnehin aus Altersgründen gekündigt.

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Ein "C" auf der Suche nach dem "DU"
0:38 min
Greenpeace hat zu Beginn des CDU-Parteitages abermals mit einer spektakulären Aktion auf die Notwendigkeit von mehr Klimaschutz aufmerksam gemacht.  © AFP

Ein Greenpeace-Sprecher nannte die Reaktion der Kirche "sehr ungerecht". Es sei "wahnsinnig traurig", dass die Dame dafür bestraft werde, dass sie die Enzyklika des Papstes zum Schutz der Umwelt "Über die Sorge für das Gemeinsame Haus" ernst genommen und danach gehandelt habe. Die Küsterin sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie sei nach vielen Jahren Gemeindedienst "menschlich sowas von enttäuscht". Sie habe sich nichts dabei gedacht, die Menschen in die Kirche zu lassen, zumal die Kirche zu dem Zeitpunkt leer gewesen sei. "Das war wie eine kalte Dusche."

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Von verschwundenem Original-C fehlt weiter jeder Spur - Polizei ermittelt

Derweil ist das Original-C nach wie vor verschwunden. Der fehlende Buchstabe aus dem CDU-Schriftzug aus der Zentrale der Bundespartei war bis zum Donnerstag nicht wieder zurück, wie ein CDU-Sprecher sagte. Die Polizei ermittle wegen Diebstahls und Sachbeschädigung, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

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Bei der Polizei hieß es nun, es werde wegen einer Anzeige ermittelt und nicht von Amts wegen. Die Anzeige sei „von dort“ gekommen, sagte ein Sprecher mit Blick auf die Parteizentrale. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

Bei „Spiegel online“ (Dienstag) hatte ein Greenpeace-Sprecher angekündigt, das C-Original werde wieder nach Berlin zurückkehren.

RND/dpa

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