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Bundeswehr will 177 Millionen Euro für multinationale Manöver ausgeben

An der Übung "Defender Europe 2020" nehmen seit Anfang Februar 37.000 Soldaten aus 18 Nationen teil. Die Kosten für die Beteiligung deutscher Soldaten gibt die Bundesregierung mit 2,3 Millionen Euro an.

An der Übung "Defender Europe 2020" nehmen seit Anfang Februar 37.000 Soldaten aus 18 Nationen teil. Die Kosten für die Beteiligung deutscher Soldaten gibt die Bundesregierung mit 2,3 Millionen Euro an.

Berlin. Die Bundeswehr will in diesem Jahr mit 177,3 Millionen Euro mehr Geld für die Teilnahme deutscher Soldaten an multinationalen Manövern und Übungen ausgeben als im Vorjahr. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

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2019 lagen die Kosten laut Verteidigungsministerium bei 154,8 Millionen Euro. Damit plant das Wehrressort in diesem Jahr für die Teilnahme an multinationalen Manövern 22,5 Millionen Euro mehr ein als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von fast 15 Prozent.

Teuerste Übung findet in der Wüste von Nevada statt

Als kostenintensivste Übung hat das Verteidigungsministerium mit 6,8 Millionen Euro „Red Flag 2020“ veranschlagt. Die Militärübung in der Wüste des US-Bundesstaates Nevada findet seit 1975 mehrmals im Jahr statt. Kampfflugzeuge simulieren unter Zuhilfenahme von erbeutetem Kriegsmaterial möglichst realistisch Luftangriffe und Abwehrkämpfe. An dieser Übung sollen 550 deutsche Soldaten teilnehmen.

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Für die europäische Nato-Großübung „Defender 2020“ sind 2440 deutsche Soldaten eingeplant. Die Kosten des größten Manövers auf deutschem Boden seit 25 Jahren werden auf 2,3 Millionen Euro taxiert. Während der zurzeit anlaufenden Übung sollen insgesamt 37.000 Nato-Soldaten, darunter 20.000 aus den USA, von Polen ins Baltikum verlegt werden. Zwischen April und Mai werden die Truppen unter Unterstützung der Bundeswehr durch Deutschland geführt. „Manöver, insbesondere in dieser Größenordnung, wirken auf die andere Seite immer provozierend und können auch aus dem Ruder laufen“, sagte Linken-Verteidigungsexperte Alexander Neu.

3000 deutsche Soldaten üben beim Großmanöver "European Challenge"

Das größte deutsche Kontingent will die Bundeswehr beim Großmanöver „European Challenge 2020“ zum Einsatz bringen. Die Bundeswehr hat für das zweite Halbjahr 2020 ihre Beteiligung an der multinationalen European Union Battlegroup (EUBG) zugesagt. Für diese steht im ersten Quartal 2020 die internationale Zertifizierung an. Diese erfolgt während der Übung „European Challenge“ unter Beteiligung von 3000 deutschen Soldaten. Die Kosten sind mit 3,6 Millionen Euro veranschlagt.

Linken-Außenexpertin Sevim Dagdelen kritisierte die gestiegenen Kosten. „Das sinnlose Verballern von noch mehr Steuergeldern verbindet Säbelrasseln mit unverantwortlicher Geldverschwendung. Manöverbeteiligungen der Bundeswehr dienen weder dem Frieden noch der Sicherheit in Europa. Dies schafft man nur durch Dialog und vertrauensbildende Maßnahmen“, sagte Dagdelen dem RND.

Linke kritisiert Mehrausgaben für deutsche Manöver-Beteiligung

„Während kein Geld für die Sanierung von Schulen oder etwa eine menschenwürdige Pflege da sein soll, reicht es offensichtlich aber für das Säbelrasseln gegenüber Russland. Diese Prioritätensetzung ist grundfalsch und gefährlich", sagte die Linken-Politikerin.

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