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Bundeswehr in Mali: Deutschland übernimmt Führung der EU-Ausbildungsmission

  • Die Bundeswehr übernimmt ab Mittwoch die europäische Ausbildungsmission in Mali.
  • Vor mehreren Tagen ereignete sich dort ein Anschlag, bei dem mindestens zwölf deutsche Soldaten verletzt wurden.
  • Daher wächst die Kritik am Einsatz der Bundeswehr in Mali
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Berlin. Deutschland übernimmt die Führung der EU-Ausbildungsmission in Mali (EUTM). Das Kommando über die insgesamt etwa 950 EUTM-Soldaten in dem westafrikanischen Land führt von Mittwoch an Brigadegeneral Jochen Deuer. Ziel des seit 2013 laufenden Einsatzes ist es, die Streitkräfte in der Region durch Beratung und Ausbildung zu unterstützen, so dass sie Bedrohungen durch islamistische Terrorgruppen entgegentreten können.

Bundeswehr in Mali: „Dieser Einsatz ist gefährlich“

Deutschland hat in dieser EU-Mission derzeit rund 110 Männer und Frauen im Einsatz. Zudem sind rund 880 deutsche Soldaten Teil der UN-Truppe Minusma in Mali. Die Lage in Mali hat sich in den vergangenen Monaten verschlechtert. Bei einem Bombenanschlag Ende Juni waren mindestens zwölf deutsche Soldaten verletzt worden.

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Die Kritik an der Mission wächst, zuletzt hatte der Verteidigungsausschuss eine Sondersitzung einberufen. „Dieser Einsatz ist gefährlich“, sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nach dem Anschlag. Sie hatte das Feldlager nach dem Angriff besucht, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Später bekräftigte sie die Bedeutung des Bundeswehreinsatzes in Mali.

RND/dpa

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