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  • Bundeswehr durchsucht türkisches Schiff vor Libyen: Türkische Justiz ermittelt wegen unbefugter Gewaltanwendung - Einsatzführung widerspricht

Nach Einsatz auf Frachtschiff: Türkische Justiz ermittelt gegen Bundeswehr

  • Die Türkei macht der Bundeswehr weiter Vorwürfe nach einem Einsatz auf einem türkischen Containerschiff vor Libyen.
  • Die Oberstaatsanwaltschaft in Ankara erklärte, die Durchsuchung des Schiffes habe gegen internationales Recht verstoßen.
  • Aus der Sicht von Bundeswehr und EU stellt sich die Lage jedoch anders dar.
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Brüssel. Die türkische Justiz hat Ermittlungen zu dem Bundeswehreinsatz auf einem türkischen Containerschiff begonnen. Der Frachter sei entgegen internationaler Gesetzgebung durchsucht worden, zitierte die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag die Oberstaatsanwaltschaft in Ankara.

Die Kontrolle des türkischen Schiffes durch die Bundeswehr war am vergangenen Sonntag im Rahmen der EU-Operation Irini erfolgt und hatte Empörung und Proteste der Regierung in Ankara ausgelöst. Die Türkei wertete den Einsatz von Soldaten des Nato-Partners Deutschland als rechtswidrig und warf der Bundesregierung und der EU unbefugte Gewaltanwendung vor.

Die Einsatzführung teilte hingegen mit, es habe hinreichende Gründe zu der Annahme gegeben, dass das kontrollierte Schiff gegen das UN-Waffenembargo gegen Libyen verstoßen könnte. Die deutschen Soldaten seien höchst professionell vorgegangen und hätten das Schiff in Einklang mit international vereinbarten und in der Nato üblichen Verfahren inspiziert.

RND/dpa

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