Generalinspekteur Zorn fordert Bewaffnung von Bundeswehr-Drohnen

  • Im Verteidigungsministerium wird an diesem Dienstag über die Bewaffnung von Drohnen debattiert.
  • Der Generalinspekteur der Bundeswehr befürwortet dies.
  • Er nannte drei Punkte, die dafür sprächen.
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Berlin. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, hat zum Auftakt einer Grundsatzdebatte im Verteidigungsministerium (BMVg) für eine Bewaffnung von Drohnen der Bundeswehr plädiert.

“Wir, die Bundeswehr, wollen Drohnen zu unserer eigenen Verteidigung und zu unserem eigenen Schutz einsetzen”, sagte Deutschlands ranghöchster Soldat am Montag. Denn Ministerium und Bundeswehr sähen den Zweck für den Einsatz bewaffneter Drohnen gerade im verbesserten Schutz der Soldatinnen und Soldaten.

Im Verteidigungsministerium begann eine im Koalitionsvertrag vereinbarte Debatte über die umstrittene Bewaffnung von Drohnen. Der Parlamentarische Staatssekretär Peter Tauber hatte dazu Experten, Vertreter der Zivilgesellschaft und Mitglieder aller Bundestagsfraktionen geladen.

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Generalinspekteur: Einsatz kann bis zum letzten Moment abgebrochen werden

Zorn sagte, aus militärischer Sicht sprächen drei Punkte für die Bewaffnung von Drohnen: Ein besseres Gesamtlagebild mit der Möglichkeit, überlegt zu handeln; der Zeitgewinn für die Entscheider, die nicht zum Zusehen verurteilt seien sowie eine größere Präzision in der Zielbekämpfung.

Drohnen trügen deutlich kleiner dimensionierte Waffen als Kampfflugzeuge, und der Einsatz könne bis zum letzten Moment abgebrochen werden.

Tauber rief die Teilnehmer der Debatte "Bewaffnete Drohnen - politische, ethische und rechtliche Aspekte" zu einer offenen Diskussion über eines der "wichtigsten, kontroversesten Themen" der Verteidigungspolitik auf. Es geht dabei auch um die Frage, ob man den Soldaten beim Umgang mit bewaffneten Drohnen vertraue. "Ich meine, dass wir dieses Vertrauen haben sollten", sagte Tauber.

RND/dpa

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