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Bundeswehr bekommt dutzendfach Waffen und Munition durch Zufallsfunde zurück

  • Bei 57 Bundeswehrangehörigen und auch bei Ex-Soldaten und Reservisten werden Waffen und Munition bei Hausdurchsuchungen gefunden.
  • Oft sind es Zufallsfunde, da wegen anderer Delikte ermittelt wird.
  • Die Linken-Abgeordnete Martina Renner fordert ein schärferes Vorgehen.
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Berlin. Erst im März verurteilte das Landgericht Leipzig einen Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK), weil er jahrelang Waffen, Sprengstoff und Munition in seinem Garten hortete.

Der Fall ist bei Weitem nicht der einzige: Bei 57 Bundeswehrangehörigen wurden seit 2018 bei Ermittlungen und Hausdurchsuchungen entwendete Waffen oder Munition gefunden. Zudem wurden bei zwei Ex-Soldaten, einem Reservisten und zwei Zivilisten Waffen oder Munition aus Bundeswehrbeständen sichergestellt.

Das teilte das Verteidigungsministerium auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Martina Renner mit. Die Antwort liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor.

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„Zentrum für Politische Schönheit“ sucht verschwundene Waffen
1:12 min
Die Künstlergruppe gibt sich als Militärischer Abschirmdienst aus und geht auf die Suche nach den Waffen, die bei der Bundeswehr verschwunden sind.  © Marc Hofmann/RND

Wie das Ministerium selbst einräumt, wurde nur ein Teil dieser Ermittlungen direkt wegen der verschwundenen Waffen oder Patronen geführt. „In vielen Fällen wurden zu anderen Delikten Haus- und Grundstücksdurchsuchungen durchgeführt, die zu Zufallsfunden von Waffen, funktionswichtigen Waffenteilen oder Munition führten“, heißt es in der Antwort.

Dabei wurden fünf Waffen oder Waffenteile und 65 Mal Munition sichergestellt.

Bei aufgefundener Munition wird nicht automatisch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Renner kritisiert das. Sie sagte dem RND: „Noch immer sind die Kontrollmechanismen völlig unzureichend. Jeder Verlust von Waffen und scharfer Munition muss eine Strafanzeige zur Folge haben, weil jede einzelne Patrone eine potentielle Gefahr darstellt.“

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