Bundeswahlleiter geht von erneutem Anstieg bei Briefwahl aus

  • Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt war der Anteil der Briefwähler in die Höhe gerauscht.
  • Der Bundeswahlleiter geht davon aus, dass es auch bei der Bundestagswahl einen Anstieg geben wird.
  • Seit 1994 sei die Briefwahlquote stets gestiegen.
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Wiesbaden. Der Bundeswahlleiter rechnet für die Bundestagswahl am 26. September mit einem erneuten Zuwachs der Briefwähler. „Darauf deuten zumindest die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hin“, teilte er auf Anfrage in Wiesbaden mit. Bei den drei Abstimmungen im März und Juni sei der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler im Vergleich zur vorangegangenen Landtagswahl jeweils stark gestiegen. In Baden-Württemberg kletterte die Quote von 21,1 auf 51,5 Prozent, in Rheinland-Pfalz von 30,6 auf 66,5 und in Sachsen-Anhalt von 13,7 auf 29,1 Prozent.

Die Briefwahl gibt es seit 1957. Bei der damaligen Bundestagswahl lag der Anteil der Briefwählerinnen und -wähler bei 4,9 Prozent, wie der Bundeswahlleiter erklärte. „Seit der Wahl 1994 ist die Briefwahlquote stets gestiegen.“ Bei der Bundestagswahl 2017 habe der Anteil 28,6 Prozent betragen.

Kein einheitlicher Stichtag für Versand der Briefwahlunterlagen

Einen bundesweit einheitlichen Stichtag für den Versand oder die Ausgabe der Briefwahlunterlagen gibt es nicht, wie eine Sprecherin des Bundeswahlleiters erläuterte. „Allein dadurch bedingt, dass für jeden der 299 Wahlkreise ein eigener Stimmzettel gedruckt wird, kann es bei der Druckdauer zu regionalen Unterschieden kommen.“ Die Wählerverzeichnisse werden dagegen laut Bundeswahlrecht einheitlich am 42. Tag vor der Wahl erstellt (15. August). Theoretisch könnte daher die Ausgabe der Briefwahlunterlagen ab dem 16. August starten.

RND/dpa

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