Bundestrend: CDU überholt Grüne – AKK unbeliebt wie nie

  • Die Union gewinnt laut Umfrage in der Wählergunst.
  • Grüne fallen um drei Prozentpunkte zurück.
  • Kramp-Karrenbauer mit miserablen persönlichen Werten.
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Berlin. Laut "DeutschlandTrend" (ARD) liegt die Union bei der "Sonntagsfrage" erstmals seit Mai wieder vor den Grünen. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 27 Prozent der Wahlberechtigten der CDU/CSU ihre Stimme geben (+1 Prozentpunkt im Vgl. zu August). Der Koalitionspartner SPD legt zwei Punkte zu und käme auf 14 Prozent. Die AfD erreicht 15 Prozent (+1). Die FDP büßt einen Punkt ein und landet bei 7 Prozent. Die Linke kommt wie im Vormonat auf 7 Prozent. Die Grünen verlieren gegenüber August 3 Prozentpunkte und wären mit 23 Prozent zweitstärkste Kraft.

Katastrophal sieht es hingegen für die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer aus: 66 Prozent der Befragten im "Deutschlandtrend" sind mit der Arbeit der CDU-Vorsitzenden unzufrieden. Noch schlechte Werte für AKK zeigt das "ZDF-Politbarometer": 71 Prozent der Befragten trauen ihr demnach nicht zu, ihre Partei erfolgreich in die Zukunft zu führen, nur 19 Prozent glauben an sie. Selbst unter den Unions-Anhängern glauben 57 Prozent nicht an die CDU-Vorsitzende, nur 34 Prozent gehen davon aus, dass sie die Partei erfolgreich führen wird. Das sind die schlechtesten je gemessen Werte für die Politikerin.

Könnten linkere Positionen die SPD retten?

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Die SPD sollte nach Auffassung fast der Hälfte der Wahlberechtigten politisch nach links rutschen. Im „Politbarometer“ gaben 44 Prozent aller Befragten und 45 Prozent aller SPD-Anhänger an, die Partei solle mehr linke Positionen vertreten. Weniger linke Positionen wünschten sich in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen 21 Prozent der Wahlberechtigten beziehungsweise 16 Prozent der SPD-Anhänger. Keine größeren Änderungen wollen 25 beziehungsweise 32 Prozent der Befragten.

Die grundsätzliche Entscheidung der SPD, ihre Mitglieder direkt zu beteiligen, findet eine Mehrheit der Bundesbürger gut. Drei von vier Befragten (77 Prozent) begrüßen es, dass die SPD ihre Mitglieder über den Parteivorsitz abstimmen lässt (Deutschlandtrend).

Leicht erholt zeigt sich die GroKo in Berlin. Die Bürger in Deutschland gehen immer mehr davon aus, dass die große Koalition trotz aller Kontroversen bis zur regulären nächsten Bundestagswahl im Herbst 2021 weiterregieren wird. Nach dem „Politbarometer“ rechnen inzwischen 72 Prozent der Wahlberechtigten damit, dass das Bündnis aus Union und SPD die ganze Wahlperiode durchhalten wird - das sind 12 Prozentpunkte mehr als noch im Juni. Von einem vorzeitigen Ende der großen Koalition gehen inzwischen nur noch 22 Prozent (Juni: 34 Prozent) aus.

Zustimmung zu Merkel unverändert hoch

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73 Prozent der Befragten insgesamt fanden es auch gut, dass Angela Merkel bis 2021 Bundeskanzlerin bleiben will. Besonders hoch war die Zustimmung hierfür - erwartbar - bei den CDU-Anhängern (88 Prozent) und - überraschenderweise - bei den Grünen (85 Prozent). Auch die Zustimmung zur Arbeit der großen Koalition wächst. 62 Prozent der Wahlberechtigten finden inzwischen, dass die Bundesregierung eine gute Arbeit macht. Im August waren es nur 50 Prozent.

Zu einem etwas anderen Ergebnis kommt der Deutschlandtrend. Dort heißt es, dass etwa zwei Drittel (67 Prozent) der Deutschen mit der Arbeit der Bundesregierung nicht zufrieden seien. Bürger in Deutschland hätten zudem das Gefühl, „dass die Bundesregierung viel verspricht, aber zu wenig bei den Menschen ankommt“. Dieser Aussage stimmten 74 Prozent der Befragten zu. Gleichzeitig waren in der Umfrage 61 Prozent der Meinung, dass die große Koalition bis zum Ende ihrer Legislaturperiode weiter arbeiten soll.

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RND/dpa