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Bundestagswahl: Wie hoch war die Wahlbeteiligung in der Vergangenheit?

  • Deutschland hat gewählt, und nun wird um Koalitionen gerungen.
  • Mehr als 70 Prozent der deutschen Bürgerinnen und Bürger haben ihr Stimmrecht bei der Bundestagswahl 2021 genutzt.
  • Ist das viel oder wenig? Ein historischer Vergleich.
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SPD oder CDU? Olaf Scholz oder Armin Laschet? Ampel oder Jamaika? 76,6 Prozent (vorläufiges Ergebnis) der wahlberechtigen Bürginnen und Bürger haben dafür gesorgt, dass sich diese Fragen nun stellen. Ihre Stimmen haben die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag erheblich verändert und der Union ein historisch schlechtes und den Grünen ein historisch gutes Ergebnis gebracht und der SPD den Wahlsieg beschert.

Doch wie schneidet die Bundestagswahl 2021 in Sachen Wahlbeteiligung im historischen Vergleich ab?

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Wahlbeteiligung seit 1949

  • 1949: 78,5 Prozent
  • 1953: 86 Prozent
  • 1957: 87,8 Prozent
  • 1961: 87,7 Prozent
  • 1965: 86,8 Prozent
  • 1969: 86,7 Prozent
  • 1972: 91,1 Prozent (18-Jährige durften erstmals wählen)
  • 1976: 90,7 Prozent
  • 1980: 88,6 Prozent
  • 1983: 89,1 Prozent
  • 1987: 84,3 Prozent
  • 1990: 77,8 Prozent (Erste Wahl nach Wiedervereinigung)
  • 1994: 79 Prozent
  • 1998: 82,2 Prozent
  • 2002: 79,1 Prozent
  • 2005: 77,7 Prozent
  • 2009: 70,8 Prozent
  • 2013: 71,5 Prozent
  • 2017: 76,2 Prozent
  • 2021: 76,6 Prozent (vorläufiges Ergebnis)

Quelle: Bundeswahlleiter

Die höchste Wahlbeteiligung seit 1949 erreichte Deutschland im Jahr 1972 mit 91,1 Prozent. Das war auch das Jahr, in dem zum ersten Mal 18-Jährige abstimmen durften. Zuvor hatte das aktive Mindestwahlalter bei 21 Jahren gelegen. Mit der ersten gesamtdeutschen Wahl 1990 ging die Quote deutlich zurück. Nur 1998 beteiligten sich noch einmal mehr als 80 Prozent am Wahlprozess.

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Geyer und Niesmann: Der etwas andere Blick auf die Bundestagswahl
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Mit ihrem Podcast "Geyer & Niesmann" sind Steven Geyer und Andreas Niesmann über das politischen Berlin hinaus erfolgreich - ihre Wahlprognosen im Video.  © RND

Bei der Wahl 2009 gaben historisch wenig Wahlberechtigte ihre Erst- und Zweitstimme ab. Seitdem steigt das Wahlinteresse jedoch stetig. 2017 verzeichnete Deutschland den höchsten Anstieg der Wahlbeteiligung seit 1953. Bei der Bundestagswahl 2021 waren rund 60,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger zur Wahl aufgerufen.

RND/ka

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